Spannender Projekttag Grundschüler aus Achmer untersuchen den Bühner Bach


Achmer. Die Beschäftigung mit der Natur wird an der Grundschule in Achmer groß geschrieben. Schülerinnen und Schüler aller vier Jahrgangsstufen trafen sich jetzt zu einem Projekttag am Bühner Bach, der der Schule auch ihren Namen gibt.

Orte des Geschehens waren die Rampe an der Bachbrücke der K 165 als auch die im Vorjahr restaurierte Staustufe im Wald. Axel Möller vom Unterhaltungsverband 97, der den Projekttag begleitete und mit seinem Wissen um Schölamm und Wassertiefe praktisch unterstützte, wurde von den Schülern an der Staustufe herzlich empfangen. Einige Augenpaare folgten gleichzeitig allerdings staunend einem sich davon machendem Aal.

Das aufgeregte Stimmengewirr übertönte ein wenig die plätschernde Ruhe des Baches. Den Organisationsablauf konnte das allerdings nicht stören. Die Arbeitsgruppen der Jahrgangsstufen standen fest, Kescherfrau-/mann, Probennehmer und Protokollführer eingeteilt. Rolf Ovberbeck und Uwe Wageringe von der Niedersächsisch-Westfälischen Anglervereining (NWA) machten die Kinder anschließend mit den Themen Wasseranalyse und Limnofauna vertraut.

Kaltes Wetter bremst die Natur

Schon bald zeichnete ab, dass die kleinen Detektive einer gebremsten Natur gegenüberstanden. Die kühle Witterung bildet einen Störfaktor in der Fortpflanzungsphase. Fische hätten noch nicht voll abgelaicht, wussten die beiden Experten von der NWA zu berichten. Köcherfliegenlarven, in den Vorjahren reichlich entdeckt, standen ebenfalls auf der Vermisstenliste. Das Wasser des Baches schien zu riechen, farbige Schaumpakete hatten sich auf Steinen und Vegetation abgelegt. Würde es dafür bei den Abschlussuntersuchungen, die mit den Viertklässlern fixiert waren, noch plausible Erklärungen geben? Das war erst einmal abzuwarten. Ein bisschen bedenklich stimmte allerdings schon, dass auch Schlammfliegen und Vertreter der Diptera (= Zweiflügler) angetroffen wurden, die für eine etwas mindere Wasserqualität von „drei tief bis vier“ sprechen.

Weitere Erkenntnisse sind den für die kommenden Tage vorgesehenen Auswertungen und Bestimmungen vorbehalten. Für die Kinder vor Ort war erst einmal außerordentlich „cool“, neben einer vorjährigen Bachschmerle noch einen Wasserskorpion bestaunen zu können. Und sie hatten alle ihren Beitrag dazu geleistet, dass der Bühner-Bach-Schule für die Folgejahre aussagefähiges Vergleichsmaterial zur Verfügung stehen wird.

Die abschließende Wassererprobung zum Sauerstoffgehalt, Nitrit-/Nitratgehalt und dem pH-Wert konnte allerdings die schwache Geruchsbelastung mit den Aspekten in der Artenliste nicht schlüssig klären.


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