Treff im Forum Martinum Neues Begegnungscafé für Flüchtlinge in Bramsche

Von Holger Schulze

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Das neu gegründete „Begegnungscafé“ schlägt nun immer samstags von 15 bis 18 Uhr im Forum Martinum die Brücke zwischen Menschen auf der Flucht und denen, denen dieses Schicksal erspart geblieben ist. Foto: Holger SchulzeDas neu gegründete „Begegnungscafé“ schlägt nun immer samstags von 15 bis 18 Uhr im Forum Martinum die Brücke zwischen Menschen auf der Flucht und denen, denen dieses Schicksal erspart geblieben ist. Foto: Holger Schulze

Bramsche. Die Willkommenskultur bei Bramscher Christen bezüglich der Flüchtlinge lebt weiter und hat für den Samstagnachmittag ein weiteres Angebot dazubekommen. Das Martin Buber Zitat „Alles wirkliche Leben ist Begegnung!“ steht Pate für ein „Begegnungscafé“ im Forum Martinum.

Über das „Netzwerk LAB“ der Stadt Bramsche hatten sich vor einigen Monaten Heike Harms vom Verein ,,Amal – Christliche Flüchtlingsarbeit Bramsche“ und Konrad Notzon vom Pfarrgemeinderat St.-Martinus kennengelernt. Hierbei entstand die Idee, einen Ort der internationalen Begegnung mit Asylsuchenden und Migranten zu schaffen, um aufeinander zuzugehen und bei Kaffee oder Tee, bei Saft, Wasser und Gebäck miteinander ins Gespräch zu kommen.

„Die Angst vor den Fremden kann nur bewältigt werden, indem man sie kennenlernt. Wir kümmern uns um Menschen, die hier bei uns leben. Uns ist daran gelegen, Menschen, die auf der Flucht sind, zu begegnen, uns mit ihnen zu treffen“, schilderte Konrad Notzon die Ziele der neu geschaffenen Schnittstelle zwischen den verschiedenen Kulturen.

Mit dem Pastoralreferenten Klaus-Heinrich Rahe konnte ein weiterer Mitstreiter gewonnen werden, der von der katholischen Seite aus die Organisation des Cafés nun maßgeblich übernahm und auch über den Bischöflichen Hilfsfonds in Osnabrück für ehrenamtliche Flüchtlingsarbeit Zugang zu finanziellen Mitteln verschaffen konnte.

Das räumliche Angebot wird ergänzt durch die Mitarbeitenden von „Amal – Christliche Flüchtlingsarbeit Bramsche“, die inzwischen fast täglich im Rahmen ihrer Arbeit im Kontakt zu den Geflohenen stehen und so mit ihren Erfahrungen das Vorhaben fördern.

„Die katholische Kirche und wir von Amal haben ein christliches Weltbild, das allein Maßstab für die Arbeit der beiden Institutionen mit den Flüchtlingen ist. Wir arbeiten sehr gut zusammen. Für uns sind die Menschen wichtig, nicht die Religion, die Herkunft oder die Hautfarbe“, konkretisierte Heike Harms, die Vorsitzende von Amal, das Verbindende zwischen Kirche und Verein.

In 16 Sprachen lädt ein erster Flyerentwurf die Menschen in das immer samstags von 15 bis 18 Uhr stattfindende „Begegnungscafé“ in die Lindenstraße ein.

Die Arche Alfsee hatte für den Transport zum Treffen im Forum Martinum ihren Bus zur Verfügung gestellt und so waren die ersten drei Tische schnell belegt.


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