Puppentheater für Kinder Der Räuber Hotzenplotz kam nach Bramsche

Von Holger Schulze

Vor der Vorstellung:Sascha Maatz mit einem der Hauptakteure, dem Räuber Hotzenplotz. Foto: Holger SchulzeVor der Vorstellung:Sascha Maatz mit einem der Hauptakteure, dem Räuber Hotzenplotz. Foto: Holger Schulze

Bramsche. Sascha Maatz ist Puppenspieler in der fünften Generation. Mit seiner Tourneebühne „Trullala“ gastierte er am Dienstnachmittag in der Grundschule Im Sande. „Neues vom Räuber Hotzenplotz“ stand auf dem Spielplan.

„Hallo liebe Kinder, wenn es was zum Lachen gibt, dürft ihr so laut lachen, dass mir hinter der Bühne die Ohren wackeln“. Sascha Maatz fängt nicht einfach hinter der Bühne versteckt stehend seine Vorstellung an. Den Auftritten vorgeschaltet ist erst einmal eine Einführung in das folgende Puppenspiel mit etlichen Erläuterungen, „denn die Kinder sollen ja keine Angst bekommen“, so der Profi mit den handgeführten Darstellern. Auf der Bühne dabei waren neben dem Kasper seine etwas schusslige Großmutter, der Räuber Hotzenplotz natürlich, Hund Wuschel und der Seppel.

„Heute ist der Räuber nicht mehr wirklich böse und aus Kasper ist ein Pädagoge geworden“, erläuterte Sascha Maatz vor Vorstellungsbeginn sein Konzept. Es ist schwerer geworden im Puppenspielergewerbe, das war auch anhand der Zuschauerzahlen sichtbar. Doch Sascha Maatz versucht, mit Qualität gegen die anderen Unterhaltungsangebote anzuspielen. Acht verschiedene Bühnen, von zwei bis sechseinhalb Metern Breite, gehören zu seinem Equipment. Insgesamt 40 variable Bühnenbilder befinden sich ebenfalls in seinem Requisitenfundus. Die noch vom Urgroßvater, beziehungsweise von professionellen Figurenschnitzern gefertigten Puppen, rund 100 an der Zahl, stellen auch einen nicht unerheblichen Wert dar. Eine Puppe allein kostet aktuell um die 300 Euro.

Doch das eigentliche Betriebskapital von Sascha Maatz ist seine kräftige wie variable, das Stück in allen Szenen tragende Stimme, seine Fähigkeit, die Puppen zu führen und vor allem sein Bestreben, anspruchsvolle Puppenspielerkunst auszuüben. Schließlich geht es um das Lachen der Kinder. Nebenbei natürlich auch um gute Unterhaltung für die Mütter. Denn die sind es, die ihn weiterempfehlen.

Ein- bis zweimal pro Jahr gastiert Sascha Maatz in Bramsche. In Schulen, in Kindergärten und, wie jetzt als eigener Veranstalter, in angemieteten Spielorten.

Der Haupthandlungsstrang drehte sich bei der aktuellen Produktion um eine vom Räuber geklaute Pfeffermühle, die Kasper mit der Hilfe der Kinder und des Hundes unbedingt schnell dem Räuber wieder abjagen musste. Natürlich gelang dies und der Räuber landete im Hühnerstall.

Zum Erfolg des Kaspers auf der Bühne kam ein weiterer aus den Reihen des Publikums hinzu: Kinder und nicht minder die Erwachsene hatten viel und herzhaft zu lachen.


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