„Himmlische Bauten“ Kirchen-Radtour in Bramsche eröffnet

Die Organisatoren und die Vertreter der an der Kirchentour beteiligten Gemeinden mit den Bürgermeistern Timo Natemeyer aus Bad Essen, Heiner Pahlmann und Klaus Goedejohann aus Bohmte (Zweiter bis Vierter von links).Die Organisatoren und die Vertreter der an der Kirchentour beteiligten Gemeinden mit den Bürgermeistern Timo Natemeyer aus Bad Essen, Heiner Pahlmann und Klaus Goedejohann aus Bohmte (Zweiter bis Vierter von links).

Bramsche. Am frühen Donnerstagabend wurde eine neue Radtour durch die Varus-Region mit einem Festakt in der St.-Martin-Kirche vorgestellt..

In Anwesenheit der drei Bürgermeister Heiner Pahlmann, Timo Natemeyer aus Bad Essen und Klaus Goedejohann aus Bohmte sowie von Amélie zu Dohna, die für die Landeskirche Hannover das Projekt in einzelnen Gemeinden mit Anregungen und Beratungen begleitete, begrüßte Wolfgang Kirchner als Geschäftsführer der Stadtmarketing GmbH etliche weitere Gäste zur Freigabe der Kirchentour „Himmlische sakrale Bauten – Kirchen, Kloster, Moschee“.

Heiner Pahlmann übermittelte in seinem Grußwort seine „Hochachtung“ und seinen „herzlichen Dank für die geleistete Arbeit“, und zeigte sich begeistert von dem Projekt, an dem sechs Kommunen und etliche Kirchengemeinden beteiligt waren. „Die evangelischen, katholischen, die alten und neueren Kirchengebäude und zwei Moscheen zeigen, dass die Varus-Region weltoffen ist und die Diskussionen, ob bestimmte Kulturen zu uns gehören oder nicht, hier nicht geführt wird. Eine Radtour mit der Gelegenheit, himmlische Gebäude zu besichtigen und etwas darüber zu lernen ist schon beeindruckend.“

Der Friede der radfahrenden Menschen

Viele, viele Kilometer auf dieser Tour, viel Vergnügen und neue Erkenntnisse, wünschte der Bramscher Bürgermeister den Gästen und übergab das Wort an Superintendent Hans Hentschel. Dieser lud dazu ein, mit ihm diese Tour zu fahren. Er selbst werde sie mit dem E-Bike zurücklegen. „Es ist eine ganz schöne Idee, die Strecke „Himmlische Bauten“ zu nennen. Es ist auch ein Stück in den Himmel hier auf der Erde, den wir vielleicht erreichen können, indem wir viele Kilometer mit dem Rad zurücklegen. Indem wir lernen, bei denen, mit denen wir leben, und das sind auch Muslime, abzusteigen und zu sagen, Friede sei mit dir und so den Frieden der radfahrenden Menschen zu denen zu bringen, die blöden Kommentaren, wie Moscheen gehörten bei uns in Deutschland verboten, ausgesetzt sind.“

Abschließend wies Pastorin Stephanie Seger noch auf die Erläuterungen zur St. Martinskirche hin, die die Kirchenpädagogin Dita Gaffe in Form von Hinweisschildern am Altar und anderen Orten im Kirchenschiff angebracht hatte.

Heitere Kompositionen

Heitere Kompositionen schlossen sich den Toureröffnungsworten an. Eva Gronemann an der Janke-Orgel hatte muntere, leichtläufige Stücke ausgewählt, die von ihrem Duktus her den Lauf der zukünftig rollenden Räder aufgriffen und in diversen Geschwindigkeiten interpretierten.

Das Bachsche Präludium mit Fuge in G-dur sowie das bekannte „Air“, das „Communio sur Bellini“ von A.C. Renaud de Vilbac, ferner Kompositionen von Lefébure-Wély und Matthias Nagel sowie das Jazz-Stück „Suite in Blue“ von J. M. Michel, machten schon einmal auf musikalischem Wege Lust darauf, den Superintendenten auf der Kirchentour zu begleiten.

Musikalisches Rahmenprogramm

Die Tour selbst ist 157 Kilometer lang, überwindet 150 Höhenmeter und verbindet die Städte und Gemeinden Bad Essen, Belm, Bohmte, Bramsche, Ostercappeln und Wallenhorst. Wer die einzelnen Gotteshäuser in Verbindung mit einem musikalischen Rahmenprogramm besuchen möchte, hat hierzu ab Ende Mai und danach weitere Gelegenheit. Auf das Eröffnungskonzert folgt am Donnerstag, 26. Mai, ab 19 Uhr, ein Konzert des Posaunenchores Herringhausen in der St. Johanniskirche Arenshorst mit der Möglichkeit zur Teilnahme an einer kurzen Kirchenführung. Am Sonntag, 12. Juni, tritt ab 17 Uhr in der Emmauskapelle in Belm-Icker das Blockflötenquartett „Legno con passione“ auf. Am Freitag, 22. Juli, spielt ab 19.30 Uhr das Kiever-Orgelquartett in der Wallfahrtskirche Rulle. Am Freitag, 26. August beginnt ab 15.30 Uhr eine offene Chorprobe der Regenbogenkinder in der Walburgiskirche in Venne. Der Konzertreigen schließt am 23. Oktober, ab 17 Uhr, mit „The Gregorian Voices“ in der Nikolaikirche in Bad Essen.


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