„Anschlusszwang nie Thema“ Stadtwerke Bramsche informieren über BHKW in Hesepe

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Bramsche. Am Donnerstag, 14. April, ab 18.30 Uhr laden die Stadtwerke Bramsche zu einem Informationsabend über „Nahwärme im Baugebiet Stapelberger Weg“ in den Ratssaal ein. Dass es über das Thema Blockheizkraftwerk (BHKW) vorab schon parteipolitische Diskussion gibt, sorgt bei den Stadtwerken für Verwunderung.

In einer Pressemitteilung der CDU-FDP-Ballmann-Gruppe war von einem möglichen „Anschlusszwang“ im Heseper Neubaugebiet die Rede. Das sei nie Thema gewesen, betonen Stadtwerke-Geschäftsführer Dieter Holzgrefe und der technische Leiter Frank Schulte: „Es ist immer gesagt worden, dass die Beteiligung an diesem Vorhaben auf freiwilliger Grundlage geschehen muss. Wir wollten überzeugen, von Anfang an“. Das sei eigentlich auch Konsens mit der Politik gewesen, betont Holzgrefe. Die Kritik der CDU „kommt deshalb für uns aus heiterem Himmel“.

Infoabend am 14. April

Die beiden hoffen nun, dass diese Diskussion die Informationsveranstaltung am 14. April nicht weiter belastet. Denn dort soll es lediglich darum gehen, Chancen und Risiken einer Nahwärmeversorgung vorzustellen. Dazu haben sich die Stadtwerke als Partner das Ingenieurbüro dazugeholt, das auch das erfolgreiche Nahwärmeprojekt Venne betreut. Dort seien die Voraussetzung mit der Waffelfabrik Meyer als Wärmelieferanten allerdings noch günstiger, räumt Holzgrefe ein.

Für den Stapelberger Weg schwebt den Stadtwerken eine Nahwärmeversorgung über ein Blockheizkraftwerk vor, das durch einen Gas-Brennwertkessel für Spitzenzeiten abgesichert wird. „Das ist technisch der momentane Stand der Dinge“, betont Frank Schulte. Er weist darauf hin, dass die Stadtwerke bereits über einige Erfahrungen mit Blockheizkraftwerken, etwa an der Kläranlage oder am Krankenhaus, verfügten.

Vorteile für Häuslebauer

Die Vorteile für den Häuslebauer: Er braucht keine eigene Heizung im Haus, spart Platz und Wartungskosten und muss keine Rücklagen für Reparaturen oder Erneuerungen bilden. Geliefert werde „mindestens 60 Grad heißes Wasser ins haus“, verspricht Holzgrefe. Damit wäre auch die Warmwasserversorgung gesichert. Die Wahl der Heizung sei eine „Bauherrengeschichte“, empfehlenswert sei aber eine Fußbodenheizung.

Für die Stadtwerke lohnt sich das BHKW aber nur dann, wenn genügend Wärmeabnehmer bereitstehen. Eine absolute Zahl lässt sich nach Angaben von Frank Schulte nicht nennen, weil letztlich auch die Größe des BHKW variabel ist. Zwischen 40 und 50 Haushalte sollten es am Ende aber schon sein.

Einen Versuch, Nahwärmeversorgung in Bramsche anzubieten, hat es auch schon im Baugebiet Hemke III gegeben. Doch dort waren die Interessenten „zu verstreut“, erklärt Frank Schulte. Es sei wirtschaftlich wichtig, die Abnehmer um das BHKW zu bündeln. Das legt ja auch schon der Name Nahwärmeversorgung nahe.

Zwei Wochen Zeit

Nach der Informationsveranstaltung wollen die Stadtwerke den Grundstücksinteressenten am Stapelberger Weg zwei Wochen Zeit geben, sich mit dem Projekt zu befassen. Anhand der Rückmeldungen werde dann entschieden, ob das Projekt startet. Dann allerdings müssten sich die künftigen Hausbesitzer verbindlich festlegen. Und es müsste auch ein bestimmter Bereich innerhalb des Baugebietes am Ende reserviert werden. Das schränke aber die Entscheidungsfreiheit aller Grundstücksinteressenten nur minimal ein, findet Holzgrefe: „So groß ist das Baugebiet doch nicht, dass das wichtig sein könnte.


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