Aus Programm „Stadtumbau West“ Bramsche erhält Fördermittel für Bahnhofsumfeld


Bramsche. Für die Neugestaltung des Bahnhofsumfelds erhält die Stadt Bramsche Fördermittel aus dem Programm „Stadtumbau West“. Das hat am Montag das niedersächsische Sozial- und Bauministerium bekanntgegeben.

In einem ersten Schritt fließen in diesem Jahr 533000 Euro Bundes- und Landesmittel. Wie bereits bei der Innenstadtsanierung werden auch bei dem Programm „Stadtumbau West“ die Kosten zu je einem Drittel von der Kommune, dem Land und dem Bund getragen. Die Anteil der Stadt beträgt demnach 266500 Euro, so dass allein in diesem Jahr 799500 Euro zur Verfügung stehen.

25 Hektar Brachfläche

Geplant ist, 25 Hektar brachliegende Flächen rund um den Bahnhof neu zu gestalten . Beworben hatte sich die Stadt mit einem Erneuerungskonzept, dass auf einem Großteil der in Frage kommenden Fläche westlich der Bahnlinie – in Richtung Gerhard-Hauptmann-Straße – Wohnbebauung vorsieht. In einem kleinen Bereich im nördlichen Teil wäre auch die Ansiedlung von Gewerbe möglich. Um beides erreichen zu können, müssten mehrere Zufahrten in das Gebiet geschaffen werden. Außerdem ist vorgesehen, mindestens eine Wegeverbindung für Fußgänger und Radfahrer von der Innenstadt in Richtung Bramscher Berg zu schaffen. Östlich der Bahnlinie soll zudem neuer Parkraum geschaffen werden.

Kosten in Millionenhöhe

Laut dem Konzept der Stadt sollen rund 16,6 Millionen Euro investiert werden. Nach Erlösen durch Flächenverkäufe fallen für die Stadt Kosten in Höhe von drei Millionen an, Land und Bund fördern demnach mit sechs Millionen Euro. Insgesamt wird sich das Sanierungsvorhaben nach Ansicht der Stadt über zehn bis 15 Jahre erstrecken.

„Wir freuen uns sehr, dass wir in das Programm aufgenommen werden“, erklärt Bürgermeister Heiner Pahlmann. Im Moment sei im Rathaus allerdings noch nicht mehr als die Pressemitteilung bekannt. „Wir müssen abwarten, wie der konkrete Förderbescheid aussehen wird“. Zudem gelte es dann, den erforderlichen Eigenanteil in den Haushalt einzubringen. „Das werden wir sehr schnell mit den Fraktionen im Stadtrat beraten“, kündigte der Leitende Baudirektor Hartmut Greife an, der das Sanierungsvorhaben als „tolle Chance“ für Bramsche sieht.

Insgesamt fließen laut der Pressemitteilung des Sozial- und Bauministeriums rund 137,5 Millionen Euro in die städtebauliche Erneuerung in Niedersachsen, knapp 90 Millionen Euro davon sind Fördermittel von Bund und Land. Das Programm „Stadtumbau West“ ist dabei eine von mehreren Fördermaßnahmen. 149 Maßnahmen wurden, so heißt es, bereits in den Vorjahren gefördert, 25 Maßnahmen werden 2016 neu in die Städtebauförderung aufgenommen.

Kritik von Anwohnern

Dass dazu Bramsche gehört, wird die Anwohner im Umfeld des vorgesehenen Sanierungsgebiets kaum begeistern: Sie hatten bei einer Info-Veranstaltung, zu der die Stadtverwaltung Mitte Januar eingeladen hatte, erhebliche Skepsis gegenüber dem Vorhaben geäußert. Insbesondere kritisierten sie den geplanten Bau einer meterhohen Lärmschutzwand entlang der Bahngleise. Wegen des zunehmenden Straßen- und Schienenverkehrs fürchten sie zudem einen Wertverlust für ihr Eigentum. (Weiterlesen: Skepsis wegen Plänen für Bahnhofsumfeld in Bramsche )


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