BN-Monatsrückblick Bramscher auf den Beinen im März 2016



Bramsche. Die Bramscher sind auf den Beinen im März 2016 - beim Frühlingserwachen und bei den Osterfeuern ist einiges los. Und erneut gab es einige millionenschwere Investitionen in Bramsche zu verkünden – diese und weitere Themen im BN-Monatsrückblick.

Die Besucherzahlen im Bramscher Hasebad sind 2015 im Vergleich zum Vorjahr deutlich von 70 000 auf 85 000 gestiegen . Die Millionen-Investition in die Modernisierung hat sich gelohnt, meinen deshalb die Stadtwerke als Betreiber. „2015 war für uns eine einzige Erfolgsgeschichte“, freut sich Stadtwerke-Geschäftsführer Dieter Holzgrefe. Erfreulich aus Sicht des Bäder-Betreibers: „Besonders toll entwickelt haben sich die Zahlen bei Jugendlichen und jungen Familien – also genau bei den Zielgruppen, die wir durch die Investitionen im vergangenen Jahr verstärkt ansprechen wollten“, erklärt Bäder-Leiter Jörg Kampmeyer.

Tausende beim „Frühlingserwachen“

Tausende Besucher zog es zum „Frühlingserwachen“ bei Sonnenschein in die Bramscher Innenstadt. Gut angenommen wurde bei dem ersten verkaufsoffenen Sonntag 2016 auch die angegliederte Gewerbeschau auf dem Marktplatz. „Frühlingserwachen plus“ hatten diesmal die Veranstalter das Ereignis genannt. Und dieses Plus, vor allem auf dem Marktplatz, aber auch bis hinunter in den Brückenort hinein, präsentierte sich verstärkt PS-stark. Sämtliche Neuwagenhändler, der Autovermieter Kotte, Motorräder, aber auch maschinelle Kraftprotze von Dallmann und Kohl konnten besichtigt und auch bestiegen werden. Der Prototyp der „Bramscher Pflanzkiste“ zur „essBaren“ Gestaltung der Bramscher Innenstadt hatte beim Frühlingserwachen Premiere.

Der Ausbau des Modehauses Böckmann kann kommen : Mit dem einstimmig empfohlenen Satzungsbeschluss für die Änderung des Bebauungsplanes „Innenstadt I“ hat der Ausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt einer Investition endgültig seinen Segen gegeben, die den Brückenort erheblich aufwerten wird. Die Kreissparkasse Bersenbrück will am Brückenort den alten Teil ihrer Immobilie abreißen und durch einen Neubau ersetzen . Hauptmieter wird das Modehaus Böckmann.

Leiber investiert Millionen-Betrag

Einen zweistelligen Millionen-Betrag investiert der Bierhefespezialist Leiber, um seinen Firmenstandort in Engter bis Mitte 2017 noch einmal auszubauen . Geplant ist – in einem ersten Schritt – die Errichtung einer neuen Halle in Engter, um eine weitere Produktionslinie für die Hefe-Extraktion zu schaffen. Wenn diese neue Halle und die zusätzliche Produktionslinie – wahrscheinlich im Sommer 2017 – stehen, sollen zudem auch Maschinen aus der Extraktion und Personal aus dem Stammwerk an den Stadtrand nach Engter verlagert werden. In einer weiteren, zweiten Baumaßnahme ist zudem die Errichtung eines dritten Sprühturmes geplant.

Die Sanierung und Erweiterung des Polizeikommissariats steht nach einer Bauzeit von rund anderthalb Jahren kurz vor dem Abschluss. Nachdem im August vergangenen Jahres alle Beamten des Kommissariats aus dem Alt- in das Neugebäude umgezogen waren, kehrt ein Teil von ihnen nun nach und nach wieder zurück: Während der Altbau von außen bereits mit einem neuen hellen Anstrich aufwartet, sind im Inneren noch letzte Arbeiten zu erledigen und die Büros zu möblieren. Einige Räume in dem grundlegend sanierten Haus an der Osnabrücker Straße sind aber bereits wieder in Betrieb genommen worden.

Mit „Starlight Excess“ hat der Initiativkreis Gartenstadt (IKG) eine der bekanntesten Top-40-Bands für das Sommerfest 2016 verpflichtet. Der Zukunft der Veranstaltung blickt der Verein dennoch durchaus sorgenvoll entgegen. Den Grund nannte der Vorsitzende Winfried Müller bei der Jahreshauptversammlung des IKG : „Wir müssen leider feststellen, dass von Jahr zu Jahr mehr Besucher ihre eigene Verpflegung zum Gartenstadt-Sommerfest mitbringen.“ Den Veranstaltern gehen dadurch Einnahmen verloren, außerdem erfordert die Müllbeseitigung nach dem Fest immer mehr Aufwand. Wenn die Selbstverpflegung weiterhin zunehme, „dann wird zwar jetzt noch nicht, aber womöglich irgendwann in den kommenden Jahren die Frage zu stellen sein, ob wir dieses Fest noch auf die Beine stellen wollen und können“, so Müller.

Kein Public Viewing auf dem Marktplatz

Zur Fußball-Europameisterschaft im Sommer wird es aller Voraussicht nach kein Public Viewing auf dem Bramscher Marktplatz geben. Der Schausteller Roman Heyn steht als Veranstalter nicht zur Verfügung, andere Interessenten haben sich bei der Stadtverwaltung nicht gemeldet. Es habe bisher noch keine Anfrage oder Anmeldung gegeben, bestätigt Matthias Hintz vom Fachbereich für Ordnungswesen und Bürgerservice im Rathaus. Von Roman Heyn wird auch keine kommen. Der Schausteller, der vor zwei Jahren während der Weltmeisterschaft in Brasilien für die erfolgreiche Premiere auf dem Marktplatz gesorgt hat, winkt diesmal ab: Er habe keine Videoleinwand zur Verfügung. Da gleichzeitig die Gerry-Weber-Open in Halle stattfänden, wo seine Leinwände im Einsatz seien, „haben wir ein Kontingent-Problem“, erklärt der Unternehmer.

Windpark Kalkriese wächst

Die ersten beiden Windenergieanlagen im Windpark Kalkriese sind fertig. Bis Ende Juni sollen alle zwölf Anlagen stehen. Schwertransport um Schwertransport bringt die tonnenschweren Einzelteile heran . Am 7. April ist eine Informationsveranstaltung zur „Bürgerwindgenossenschaft Kalkriese“ geplant. Es gebe jetzt eine „relative Kostensicherheit“, sodass mögliche Anleger zu diesem Zeitpunkt umfassend informiert werden könnten, sagten die Vorstandsmitglieder der Bürgerwindgenossenschaft, Dieter Holzgrefe und Frank Rauschenbach.

„HeimArt“ – unter diesem Titel will der Verein für Bildende Kunst ein großes Projekt starten, in dem Künstler und Bürger gemeinsam zum Ausdruck bringen, was Bramsche als Heimat ausmacht . „Unsere Idee ist es, Menschen zu inspirieren und sie zusammenzubringen“, erklärt Karin Bormann, Vorsitzende des Vereins für Bildende Kunst. Ziel sei es, durch Kunst „einen neuen, ungewohnten Blick auf unsere Heimat zu werfen“. Die Einwohner aller Ortsteile sollen eingeladen werden, sich zunächst darüber Gedanken zu machen: Was heißt Heimat für mich? Die Ergebnisse dieser Überlegungen sollen dann von Künstlern kreativ umgesetzt werden, die Werke im kommenden Jahr an öffentlichen Orten ausgestellt werden.

Viele Osterfeuer in Bramsche

An rund 200 Stellen in Bramsche sind am Osterwochenende Osterfeuer niedergebrannt worden. Zu einer der größten Veranstaltungen hat sich das Osterfeuer der Jugendfeuerwehr am Penter Weg entwickelt. 25 Jugendliche und zehn aktive Feuerwehrleute halfen dort bei der traditionellen Verwertung der im Januar eingesammelten Tannenbäume im Hintergrund mit, um das große Osterfeuer sicher und den Vorschriften entsprechend abzuhalten. Der Abend war von einer beachtlichen Resonanz aus der Bevölkerung begleitet.

Wolf in Engter gesichtet?

Michael Wernicke ist sich absolut sicher: Vor seiner Haustür an der Straße Zur Mühle in Engter hat er am Ostermontag einen Wolf gesehen . Das Tier sei in etwa fünf Meter Entfernung an ihm vorbeigegangen, ohne ihn zu beachten. Wernicke berichtete, er sei selbst zunächst nicht ganz überzeugt gewesen, tatsächlich einen Wolf gesehen zu haben. Nach einem Zeitungsbericht über eine Sichtung in Ostercappeln aber war er sich sicher. Auf unsere Berichterstattung meldeten sich zahlreiche Leser: Manche wollten ebenfalls einen Wolf gesehen haben, sogar schon am Wochenende zuvor in Renzenbrink-Nähe. Andere waren sich sicher: Das in Engter gesichtete Tier war ein Hund. Manche meinten auch Halsband und Steuermarke gesehen zu haben. Für den Ueffelner Arndt Eggelmeyer, der als ehrenamtlicher Wolfsberater tätig ist, käme die Sichtung eines Wolfs allerdings nicht überraschend. Es sei nur eine Frage der Zeit, bis ein Wolf im Raum Bramsche beobachtet werde, hatte er schon in der Vergangenheit mehrfach erklärt. In Engter wollte er Ende März noch nach Spuren suchen, um weitere Hinweise zu erhalten.


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