Vorhaben für 2017 Bramscher Kunstverein plant großes „HeimArt“-Projekt

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Heimat - ein unbestimmter Begriff. Für manche ist es der Anblick der vertrauten Umgebung, beispielsweise der Bramscher Innenstadt, die unsere Luftaufnahme zeigt. Die verschiedenen Aspekte des Heimatgefühls will der Verein für Bildende Kunst zusammenführen. Archiv-Foto: Johannes BusmannHeimat - ein unbestimmter Begriff. Für manche ist es der Anblick der vertrauten Umgebung, beispielsweise der Bramscher Innenstadt, die unsere Luftaufnahme zeigt. Die verschiedenen Aspekte des Heimatgefühls will der Verein für Bildende Kunst zusammenführen. Archiv-Foto: Johannes Busmann

Bramsche. „HeimArt“ – unter diesem Titel will der Verein für Bildende Kunst ein großes Projekt starten, in dem Künstler und Bürger gemeinsam zum Ausdruck bringen, was Bramsche als Heimat ausmacht.

„Unsere Idee ist es, Menschen zu inspirieren und sie zusammenzubringen“, erklärt Karin Bormann, Vorsitzende des Vereins für Bildende Kunst . Ziel sei es,, durch Kunst „einen neuen, ungewohnten Blick auf unsere Heimat zu werfen“. Der Titel „HeimArt“ sei bisher „nur eine Arbeitsbezeichnung intern in unserem Verein“, so Bormann. „Aber ich glaube, wir werden das Projekt weiter unter diesem Namen vorantreiben. Er passt einfach“.

Die Einwohner aller Ortsteile sollen eingeladen werden , sich zunächst darüber Gedanken zu machen: „Was heißt Heimat für mich? Worin oder auch wodurch drückt sich für mich ein Gefühl von Heimat aus?“, erläutert Bormann weiter. Das Gefühl „hier bin ich zuhause, das ist meine Heimat“ werde individuell sehr unterschiedlich begründet, meint Bormann: „Das kann mit einem bestimmten Ort verbunden sein, mit einer Landschaft, bestimmten Menschen, einem Gefühl, einem Geruch, natürlich auch mit Sprache, Musik, Essen und Trinken“. Der Kunstverein wolle mit einer Umfrage unter den Bramschern herausfinden, was für sie Heimat ist. „Wir wollen damit auch in Erfahrung bringen, welche Aspekte aus Geschichte und Gegenwart die Bürger mit ihrem Ortsteil besonders verbinden, welche Firma oder Institution sie für prägend halten oder ob es ein Material gibt, das typisch ist“, denkt Bormann bei Letzterem beispielsweise an „Penter Klinker“ oder Bruchstein.

Start vor den Sommerferien

Die Fragebögen werden derzeit noch im Detail ausgearbeitet. Vor den Sommerferien sollen sie nach derzeitiger Planung ausgelegt und auch verschickt werden. Die Eindrücke und Ergebnisse werden dann Künstlerinnen und Künstlern als Grundlage und Anregung dienen, Kunstwerke für möglichst viele Ortsteile Bramsches zu entwerfen. „Wir wissen noch nicht, ob wir tatsächlich alle Ortsteile werden abdecken können. Bisher haben sich rund zehn Künstler bereit erklärt, an unserem Projekt mitzuwirken. Wir hoffen, dass es noch mehr werden“, sagt Bormann, die das Vorhaben zusammen mit Regine Meyer zu Strohe, Doris Thöle und Christina Heckmann vorantreibt.

Die weiteren Planungen sehen vor, die Kunstwerke im Jahr 2017 vom 2. Juni bis zum 16. August öffentlich auszustellen. Und „öffentlich“ ist hier sehr wörtlich gemeint: „Die Exponate könnten in dieser Zeit beispielsweise an einem markanten Platz im jewieligen Ortsteil zu besichtigen sein. Oder auch in einem gut einsehbaren Garten. Ziel ist auf jeden Fall, dass die Kunstwerke für die Zeit der Ausstellung das Ortsbild mit prägen sollen“, erläutert Bormann.

Weitere Projektpartner

Für das ganze Vorhaben will der Verein für Bildende Kunst nicht nur möglichst viele Bramscher mit ins Boot holen, sondern auch weitere Projektpartner: „Die Realschule hat uns schon Unterstützung angeboten. Auch die Heilpädagogische Hilfe Bersenbrück, die ja bald mit einer Kunstwerkstatt in das Bramscher Bahnhofsgebäude einziehen wird “, freut sich Bormann. Ein Begleitprogramm mit auf die Beine zu stellen, dafür habe beim „Runden Tisch Kulturarbeit“ bereits Kantorin Eva Gronemann erste Ideen genannt. Auch Thorsten Thomas von der gleichnamigen Naturkundlichen Stiftung kann sich vorstellen, etwas beizutragen. „Seine Idee ist es, ähnlich der ‚Lichtsicht‘-Biennale in Bad Rothenfelde Kunst auf Gebäudewände zu projizieren. Ob das umsetzbar ist, müssen wir allerdings noch weiter besprechen“, unterstreicht Bormann, dass die Planungen noch am Anfang stehen. Denn auch Sponsoren werden noch gesucht. „Das muss sich nicht nur in Geldleistungen ausdrücken, sondern können auch Materialien und Produkte sein, die typisch für Bramsche sind.“ Denn auch diese seien ein Stück Heimat – und damit prädestiniert für „HeimArt“.


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