Rückblick und Perspektiven Bramscher Hospizverein mit dem Neustart zufrieden

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Für ihren Einsatz als Begleiterinnen bedankten sich Grit Beimdiek (links) und Christiane Kohlenbach-Pajonk (rechts) vom Vorstand mit einem Blumenstrauß bei Anette Ceselksy (2. von links) und Silke Hövelkamp. Foto: Anke Hennig/HospizvereinFür ihren Einsatz als Begleiterinnen bedankten sich Grit Beimdiek (links) und Christiane Kohlenbach-Pajonk (rechts) vom Vorstand mit einem Blumenstrauß bei Anette Ceselksy (2. von links) und Silke Hövelkamp. Foto: Anke Hennig/Hospizverein

Bramsche. Nach zahlreichen internen Querelen hat der Bramscher Hospizverein vor einem Jahr mit einem neuen Vorstand einen Neustart gewagt. Vor einem Jahr hatte sich der jetzige Vorstand gefunden, um den Fortbestand des Hospizvereins zu sichern. Jetzt konnte die Vorsitzende Anke Hennig im Rahmen der Mitgliederversammlung von ersten Erfolgen berichten.

Gemeinsam mit Schriftführer Lutz Caje berichtete sie von den zahlreichen Aktivitäten der letzten zwölf Monate: Zunächst war ein Flyer für die Öffentlichkeitsarbeit entworfen worden. In vielen Gesprächen, mit Presseberichten und Artikeln habe man Präsenz gezeigt. Erstmals war der Verein auf dem Weihnachtsmarkt vertreten und habe sich bei einem „5-mal-anders-Gottesdienst“ der St. Johanniskirche präsentiert. In einer weiteren, gut besuchten Veranstaltung in einer Awo-Einrichtung konnte über den Hospizverein und die Ausbildung zum Hospizbegleiter informiert werden. Teilnahmen an Fachtagungen und Veranstaltungen anderer Hospivereine waren weitere Aktivitäten des rührigen Vorstands. Um den Gedanken der Hospizarbeit noch bekannter zu machen, soll die Homepage www.hospizverein-bramsche.de jetzt mit Informationen und nützlichen Links ausgebaut werden. Hierzu bildete sich eine Arbeitsgruppe.

Die zweite Vorsitzende Grit Beimdiek berichtete insbesondere von der Zusammenarbeit mit dem Hospiverein St. Johannes in Ankum. In dieser Kooperation wird seit Februar ein Lehrgang für die Hospizbegleitung durchgeführt. Der Lehrgang dauert ein halbes Jahr. Die Teilnehmer treffen sich dabei wöchentlich und beschäftigen sich mit allen Themen rund um Sterben und Trauern, Palliativ Care und Schmerzerleben, Spiritualität und Bestattungsformen. Praxisteile und Wochenendseminare runden das Seminar ab. Von den neuen Teilnehmern kommen alleine sieben aus den Reihen des Bramscher Hospivereins. Eine sehr erfreuliche Entwicklung, um künftig noch mehr qualifizierte Begleiter hier in Bramsche im Einsatz zu haben, sagte Beimdiek.

Kassierin Christiane Kohlenbach-Pajonk konnte von soliden Finanzen berichten. Alle Probleme der Vergangenheit seien zu einem für den Verein erfreulichen Ende gebracht worden. Dem Hospizverein sei letztlich kein finanzieller Schaden entstanden. Nach dem Bericht der Kassenprüfer konnten die anwesenden Mitglieder dem Vorstand daher mit gutem Gewissen die Entlastung erteilen.

In der anschließenden Diskussion wurde die Bedeutung der ambulanten Hospizarbeit noch einmal sehr deutlich. Dabei gehe es nicht um die medizinische Pflege, das leisteten Pflegedienste oder sogar die Angehörigen selbst. Oft stünden auch nicht die Sterbenden allein im Vordergrund der Betreuung, sondern die Hospizbegleitung habe auch für die Angehörigen hohen Wert. „Hier ist jemand, der einfach zusätzlich da ist, zuhört, mithilft und in einer schweren Zeit Partner ist. Dafür sind wir angetreten, da möchten wir helfen“, beschrieb Beimdiek die Motivation der Hospizbegleiterinnen.

Hospiz-Café am 4. Mai 2016

Am 4. Mai 2016 lädt der Hospizverein um 16 Uhr zu einem „Hospiz-Café“ ein. In den Räumen des Gemeindehauses St. Johannis können sich Mitglieder, aber auch alle interessierten Gäste, über die Arbeit des Vereins informieren. „In vielen Gesprächen erlebe ich immer wieder, dass die Menschen helfen wollen“, beschreibt die Anke Hennig ihre Erfahrungen. „Aber Sterbende begleiten, das kann ich nicht. Kann ich nicht irgendwie anders helfen?“, ist dabei oft der zweite Teil der Unterhaltung. Genau da möchte der Verein ansetzen und im „Hospiz-Café“ besprechen, wer was tun kann. Ein guter Ansatz, um noch mehr Menschen für ein wichtiges Thema zu erreichen.


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