„Glückliche Gottesfügung“ Neue Orgel für Thomaskapelle in Lappenstuhl

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Mit einem Gottesdienst wurde die neue Orgel eingeweiht: Kantor Sven Streich-Bruning, Chorleiterin Andrea Streich-Bruning und der Kinderchor St. Johannis . Foto: Judith PerezMit einem Gottesdienst wurde die neue Orgel eingeweiht: Kantor Sven Streich-Bruning, Chorleiterin Andrea Streich-Bruning und der Kinderchor St. Johannis . Foto: Judith Perez

jup Lappenstuhl. Die Thomaskirche in Lappenstuhl hat endlich eine neue Orgel – eine Pfeifenorgel. Im letzten Sonntagsgottesdienst der Winterzeit konnte die Gemeinde sie nun endlich live erleben. Kinderchor und Johannischor sorgten für viel Gesang in diesem sogenannten „Singgottesdient“, um die neue Orgel auch gebührend zu würdigen.

In den letzten 45 Jahren musste sich die Gemeinde mit einer E-Orgel zufriedengeben. Denn das Geld für eine echte Pfeifenorgel war nicht da. Durch eine „glückliche Gottesfügung“, wie es der Kirchenvorstandsvorsitzende Ewald Bruning nennt, kam es nun dazu, dass die Thomaskapelle eine neue Orgel bekam. Orgelrevisor Hartwig Brockes aus Osnabrück, der dafür zuständig ist, Kirchenorgeln zu überprüfen, wusste vom langjährigen Wunsch der St. Johannisgemeinde in Lappenstuhl. Zeitgleich musste durch neue Brandschutzmaßnahmen im Bischof-Lilje-Altenzentrum in Osnabrück eine kleine Kapelle einem Neubau weichen. Eine neue Heimat für die kostbare Pfeifenorgel musste also her. Orgelfachmann Brockes brachte beides zusammen. „Eine völlig andere Klangpräsenz, ein Riesenunterschied“, schwärmte nun Kantor Sven Streich-Bruning von seiner neuen Orgel.

Statt 80000 Euro nur symbolischer Preis

„Diese Orgel hätte neu 80000 Euro gekostet – Geld, das wir nie hätten aufbringen können. Nun mussten wir nur einen symbolischen Wert an die ehemaligen Besitzer bezahlen.“ Und er fügte hinzu, dass diese Orgel von Bauart und Größe her wie geschaffen sei für die Thomaskapelle. Das habe ihm das Amt für Kunst und Denkmalpflege bestätigt. „Allerdings wäre die ganze Aktion ohne mehrere Sponsoren gar nicht möglich gewesen“, betonte Streich-Bruning weiter. Einen großen Dank richtete er an Familie Herling, die auch noch ein Cembalo gestiftet habe sowie Firma Elektro Borgerding, die die Elektrik übernommen habe. Auch die beiden Pastoren Wasmuth und Siemens hätten mit ihrer Unterstützung sehr geholfen.

Bewohner des Altenzentrums mit im Gottesdienst

Das Besondere an diesem sogenannten Singgottesdienst war nicht nur, dass Alt und Jung durch die beiden Chöre zusammen kamen, sondern auch, dass Bewohner des Altenzentrums aus Osnabrück gekommen waren. um ihre Orgel ein letztes Mal zu hören und sich davon zu überzeugen, dass sie in gute Hände gekommen ist. Das habe sie bewegt, sich zum Gottesdienst in die Thomaskapelle nach Lappenstuhl zu begeben. „Ich bin froh, unsere Orgel in ihrer neuen Heimat noch einmal gehört zu haben. Sie passt sehr gut hierher“, sagt Sabine Weber, Chefin des Diakoniewerkes Osnabrück. Und „zum Glück weiß ich, wo ich hin muss, wenn ich sie nochmal hören will“.


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