IGS schaut „Honig im Kopf“ Schulkinowochen starten im Bramscher „Universum“

Von Holger Schulze


Bramsche. Die Schüler der IGS Bramsche verlegten ihren Unterricht am Dienstagvormittag ins Universum. Dort sahen sie den Film „Honig im Kopf“. Grund sind die 12. Schulkinowochen in Niedersachsen. Der Film greift die zuvor im Unterricht bearbeiteten Themen Demenz und Alzheimer auf.

Fragen wie „Ab wann findest du, ist ein Mensch alt?“, „Welche Erfahrungen hast du mit alten Menschen?“ oder „Warum ist für Kinder der Kontakt zu alten Menschen gut?“ gehörten zu dieser Vorbereitung.

Das Programm der Schulkinowochen in Bramsche

„Wir wollen Verständnis und Respekt vor alten Menschen vermitteln. Gerade in unserer Zeit, in der immer mehr Menschen alt werden, ist dies eine besondere Herausforderung“, formulierte Schulleiter Thomas Behning die pädagogischen Anliegen vor dem Unterricht von der Leinwand aus.

Trauriges Thema

„Es ist ein trauriges Thema“, fand Marlon aus der „Profilklasse Ästhetik“. „Von meiner Uroma kenne ich das auch. Die ist 86 und wohnt jetzt im Altersheim. Sie war manchmal ohne Grund sauer oder ging zwei Mal hintereinander zur Bank, weil sie viel vergessen hat“.

Bei Anna, ebenfalls aus dem Profilzweig Ästhetik, war es die Oma ihrer Cousinen, die an Demenz litt. „Sie hat meine Cousinen gar nicht wiedererkannt“, bekam Anna mittelbar aus ihrer Verwandtschaft mit. Den Unterricht mit einem Film fand sie selbst ganz gut, „weil es so schön gemütlich im Dunkeln ist und man sich entspannen kann. Es ist aber auch witzig und auch traurig“. Was die IGS-Schüler als besonders witzig oder traurig empfunden haben oder aber wie sie sich selbst als alten Menschen sehen, zählte neben weiteren Aufgaben zu der Nachbereitung des Film, die dann wieder auf den Schulstühlen und bei Tageslicht stattfand.

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