Unterstützung durch NOZ Flüchtlingshilfe profitiert von Bramscher Spendenkonto

Der Aufbau der Kindertagesstätte in der LAB Hesepe schreitet voran. Auch dieses Vorhaben wird mit Mitteln aus dem Spendenkonto unterstützt. Foto: Dorit BarzDer Aufbau der Kindertagesstätte in der LAB Hesepe schreitet voran. Auch dieses Vorhaben wird mit Mitteln aus dem Spendenkonto unterstützt. Foto: Dorit Barz

Bramsche. Die Flüchtlingshilfe in Bramsche soll noch effizienter werden: Das Netzwerk der Landesaufnahmebehörde (LAB) in Hesepe verfügt jetzt über ein eigenes Spendenkonto, mit dem Hilfsangebote gezielt unterstützt werden können. Die ersten Initiativen profitieren bereits.

Ende letzten Jahres ist dieses neue Konto eingerichtet worden . Das vorher allgemein für Flüchtlingshilfe genutzte Konto der Diakonie soll künftig den Aufgaben in der Kleiderkammer vorbehalten sein. Über die Mittel aus dem neuen Konto des LAB-Netzwerks verfügt ein vierköpfiges Gremium: Bürgermeister Heiner Pahlmann, der Vorsitzende des Ratsausschusses für Soziales und Sport, Markus Wahlers, seine Stellvertreterin Margarete Hartong und der Standortleiter der LAB in Hesepe, Klaus Dierker.

Work for Help

Gefördert werden können alle Vereine, Initiativen und Privatleute, die sich ehrenamtlich für die Flüchtlinge in der LAB Hesepe und in Bramsche engagieren. Und das Konto ist schon gut gefüllt, wie Pressesprecherin Dorit Barz bei der Vorstellung im Rathaus betonte. 3090 Euro laute der aktuelle Stand. Aus der Spendenaktion „Work for Help“ der NOZ-Medien werden weitere 14000 Euro vom Konto der Diakonie übertragen. Davon wiederum seien 10000 Euro zweckgebunden für die Einrichtung der Begegnungsstätte in der LAB. Für diese Initative der Freien Humanisten wird derzeit ein Haus umgebaut. Die restlichen 4000 Euro können vom Gremium für Projekte nach Wahl eingesetzt werden. „Möglichst große Transparenz“ verspricht dabei Heiner Pahlmann. Das Gremium werde alle vier Wochen tagen und über seine Entscheidungen den Verwaltungsausschuss informieren.

Erste Entscheidungen wurden bereits getroffen: Der Verein Amal bekommt zunächst im ersten Quartal 2016 monatlich 300 Euro für seine regelmäßigen Angebote für Flüchtlinge. Die Werkgemeinschaft „Die Brücke“ bekommt 4300 Euro als Abschlagszahlung für die laufenden Arbeiten an der Begegnungsstätte.

Vielseitige Hilfe

Margareta Hartong betont, dass mit den Mitteln „nicht nur Angebote für Flüchtlinge, sondern auch für Heseper“ unterstützt werden können. Das Miteinander sei aber angesichts der deutlich gesunkenen Belegungszahlen in der Unterkunft „im Augenblick unproblematisch“, betont Klaus Dierker. Der LAB-Leiter begrüßt die Möglichkeit, jetzt auch Einzelinitiativen unterstützen zu können: „Das ist eine ganz tolle Sache“. Als konkretes Beispiel nennt er die Suche nach einem passenden Kinderwagen für Drillinge.

Für solche Dinge könnten Spenden ebenso bewilligt werden wir für Aufwandsentschädigungen oder Dienstleistungen, erklärt. Einzige Bedingung: Die Gelder müssten Flüchtlingen oder ehrenamtlich Tätigen zugute kommen, erklärt Dorit Barz. Die Pressesprecherin der Stadt Bramsche engagiert sich stark in der Koordination der Flüchtlingshilfe, für die möglichst rasch eine neue Kraft mit einem 30-Stunden-Vertrag bei der Stadtverwaltung eingestellt werden soll. Die Bewerbungen dazu seien „gut im zweistelligen Bereich“, ergänzt Heiner Pahlmann. Möglichst zum 1. März soll der neue hauptamtliche Ehrenamtskoordinator anfangen. Er soll ein Büro sowohl im Rathaus als auch in der LAB haben. Diese Arbeit würde Klaus Dierker gern „mit einem Bufdi“, einem Bundesfreiwilligendienstleistenden, unterstützen. Eine Entscheidung darüber sei aber noch nicht gefallen.

Kontonummer

Einzahlungen werden erbeten auf das Spendenkonto „Netzwerk LAB“, Kreissparkasse Bersenbrück, IBAN: DE21 2655 1540 0085 2412 89. Für Zuwendungen können Spendenbescheinigungen ausgestellt werden.


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