Kostenloses Angebot Welche Waffen werden bei der Stadt Bramsche abgegeben?

Wenn Jäger oder auch Schützen ihre Waffen nicht mehr benötigen, können sie diese kostenlos bei der Bramscher Stadtverwaltung abgeben. Auch Fachhändler sind zur Rücknahme verpflichtet. Dort kostet es aber Geld. Foto: Colourbox.comWenn Jäger oder auch Schützen ihre Waffen nicht mehr benötigen, können sie diese kostenlos bei der Bramscher Stadtverwaltung abgeben. Auch Fachhändler sind zur Rücknahme verpflichtet. Dort kostet es aber Geld. Foto: Colourbox.com

Bramsche. Der Bürgerservice, das Knöllchenverteilen an Falschparker, die Grünpflege des Betriebshofs: Viele städtische Aufgaben, Angebote und Dienstleistungen sind allgemein bekannt. Dass im Bramscher Rathaus auch Waffen abgegeben werden können, dürfte manchem hingegen neu sein.

„Wir bieten es als kostenlosen Service an, dass Bürger bei uns Waffen abgeben können“, erklärt eine Mitarbeiterin des zuständigen Fachbereichs 2. Dieses Angebot der Stadtverwaltung wird durchaus rege genutzt: Derzeit werde überlegt, einen zweiten Waffenschrank anzuschaffen, hieß es in der Sitzung des Ausschusses für Feuerwehr und Ordnung in dieser Woche . Zuletzt, im Jahr 2015, wurden immerhin 14 Langwaffen (z. B. Gewehre), fünf Kurzwaffen (z. B. Pistolen), verschiedene Arten von Messern und Kunststoffpfeile abgegeben. Ein Sonderfall ist derzeit ein Schalldämpfer, den die Stadtverwaltung – womöglich nur vorübergehend – in Verwahrung genommen hat: „Der Eigentümer darf ihn derzeit nicht verwenden und auch nicht bei sich zu Hause verwahren. Es ist aber möglich, dass sich hier die Gesetzeslage ändert. In der Zwischenzeit lagert der Schalldämpfer bei uns“, erläutert die Rathaus-Mitarbeiterin.

Spezialfirma holt ab

Die übrigen Waffen werden ein Mal pro Jahr von einer Spezialfirma abgeholt und anschließend vernichtet – „außer, es handelt sich um Waffen, die uns von der Polizei zur Aufbewahrung gegeben wurden und das Verfahren gegen einen Beschuldigten noch nicht beendet ist“, heißt es weiter aus dem Rathaus. Doch dass die Waffen, die bei der Verwaltung abgegeben werden, im Zusammenhang mit Straftaten stehen, sei die Ausnahme. „Hauptsächlich wird unser Angebot von Jägern und Sportschützen genutzt, die ihre Waffen nicht mehr benötigen – entweder, weil sie ihr Hobby aufgeben oder weil sie auf eine andere Waffe umsteigen wollen“, so die Verwaltungsmitarbeiterin weiter. Immer wieder aber komme es aber auch vor, „dass Waffen abgegeben werden von den Nachkommen Verstorbener.“ Darunter seien manchmal auch welche, „die sehr alt sind, 80 oder 90 Jahre, und vermutlich über Jahrzehnte auf dem Dachboden oder im Keller gelagert wurden“.


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