Die Bilder aus der ersten Nacht Schwerlasttransporte erreichen im Regen Windpark Kalkriese

Von Marcus Alwes


Kalkriese. Die ersten Mastenteile für den Windpark Kalkriese sind in der vergangenen Nacht angeliefert worden. Drei jeweils 37 Meter lange Schwerlasttransporter brachten die Stahlkörper.

Mal ging es dabei auf der Wegstrecke von der Autobahn 1 über die B218 bei Engter und die Landestraße 78 über Lappenstuhl flott voran. Mal – vor allem im Schlussabschnitt ab dem Galgenhügel bei Kalkriese – nur noch im Schritttempo.

Gestartet waren die Schwerlasttransporter im Laufe des Abends an der Nordseeküste in Bremerhaven. Am Rastplatz Bramsche-West wartete dann gegen 23.30 Uhr eine Polizei-Kontrolle auf die Fahrer und deren massives „Gepäck“. Stattliche 37 Meter waren die Transporter diesmal lang. Dazu an den äußersten Punkten fast sechs Meter breit. Echte Kolosse, alles andere als einfach zu rangieren. Ihre Fahrtroute war deshalb auch besonders abgesichert worden. Allein mit 18 zusätzlichen Ampeln im Bramscher Stadtgebiet und diversen weiteren Absperrbarken entlang der Strecke.

Bei inzwischen peitschendem Regen, der eingesetzt hatte, erreichte die Wagenkolonne schließlich Siemes Tannen . Das Zielgebiet. „Hier ging es nur langsam voran, weil diese Wege für solche Transporter sehr eng sind“, bilanzierte Fahrer Frank Hanisch: „Das muss man links und rechts sehr genau auf Absperrungen, Schilder und Bäume achten.“ Rund 80 Minuten hatten er und seine Kollegen für jene rund sieben Kilometer gebraucht, die sie von der A1-Ausfahrt bis zum Abladeplatz im künftigen Windpark zurückgelegt hatten.

Noch bis Mitte April werden nun weitere Schwertransporte mit Bauteilen für den Windpark Kalkriese – an Engter und Lappenstuhl vorbei – anrollen. Nahezu täglich, aber immer nachts. Ist die Warenanlieferung für Bramsche abgearbeitet, wird nahtlos über mehrere Tage das Gebiet des künftigen Windparks Rieste-Wittenfelde angesteuert.


Ebenfalls auf Bramscher Stadtgebiet sollen in der Kalkrieser Nachbarschaft noch ab Frühjahr 2016 die Windparks Ahrensfeld und Wittefeld (Epe-Malgarten und Lappenstuhl) errichtet werden. Hier ist der Bau von insgesamt 13 Windrädern vorgesehen. Auch sie sind – ähnlich wie die zwölf „Türme“ in Kalkriese – jeweils 200 Meter hoch. Weitere vier Räder entstehen unterdessen auch im neuen Park in Rieste-Wittenfelde. Ab April werden hier die Bauteile angeliefert, um noch im Jahr 2016 ans Netz gehen zu können. Begonnen hat zudem die konkrete Planung für einen Windpark Im Bernhorn in der Gemeinde Vörden. Ebenfalls ganz in der Nähe des Windparks Kalkriese. Der erste Entwurf der Bauleitplanung sieht hier die Errichtung von acht Rädern vor. In Gänze werden in die fünf neuen Windpaks wohl 175 bis 200 Mio. Euro investiert werden.

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