BN-Monatsrückblick Wetter, Windparks, Wahnsinnssummen - Bramsche im Januar 2016



Bramsche. Das Wetter, die Windparks und wahnsinnig hohe Investitionen sind die Bramscher Themen im Januar 2016 – der BN-Monatsrückblick.

Mit der Verabschiedung des Bebauungsplans hat der Bramscher Stadtrat sein endgültiges „Ja“ zu den Windparks Ahrensfeld und Wittefeld gegeben. Investitionsvolumen dort: rund 70 Millionen Euro. Die Anlagen sollen noch in diesem Jahr in Betrieb gehen. Bereits auf die Anlieferung der riesigen Türme bereiten sich derweil die Betreiber des Windparks Kalkriese vor. Dort geben die „Macher“ rund 65 Millionen Euro aus.

Einen Gesamtumfang von rund 15 Millionen Euro wird die Neugestaltung des Bahnhofsumfelds haben – wenn die Stadt Bramsche denn Fördermittel aus dem Programm „Stadtumbau West“ erhält. Eine Entscheidung darüber soll im Frühjahr fallen. Insbesondere will die Stadt dort den Wohnungsbau forcieren, zudem soll eine Verbindung für Fußgänger und Radfahrer von der Innenstadt zum Berg geschaffen werden. Bei den Anwohnern kommen die Planungen nicht gut an, zeigt eine Info-Veranstaltung . Sie befürchten einen Wertverfall ihrer Häuser, zunehmende Verkehrsbelastung und die für sie anfallenden Kosten für das Sanierungsvorhaben.

Umbau- und Modernisierungsmaßnahmen in größerem Umfang plant das Möbelhaus Hardeck. Dementsprechend ist ein Antrag auf Einziehung der Alten Engterstraße gestellt worden, über die Haus 1 und 2 miteinander verbunden werden sollen. Hardeck setzt nun um, was Familie Staas bereits vor Jahren vorhatte. Damals verzichtete die Eigentümer-Familie wegen zu strenger Sortiments-Vorgaben. Geschätzt wird, dass Hardeck nun mindestens zehn Millionen investieren wird.

Dicke Eisschichten machen den Bramschern tagelang zu schaffen. Immer wieder überfriert Regen und macht die Straßen und Gehwege spiegelglatt. Gravierende Unfälle bleiben zum Glück aus. Doch im Chirurgischen MVZ müssen zahlreiche Verletzte versorgt werden. Scharfe Kritik wird am Betriebshof geübt : Der Winterdienst sei überfordert und werde seinen Aufgaben nicht gerecht, kritisieren viele Bramscher.

Stabwechsel in der Inneren Medizin an den Bramscher Niels-Stensen-Kliniken: In einer kleinen Feierstunde wurde der bisherige Chefarzt Professor Michael K. Müller, der in Ruhestand geht, offiziell verabschiedet und sein Nachfolger Peter Mailänder in sein Amt eingeführt.

Rund 90 Kinder sind als Sternsinger im Kostüm der Heiligen Drei Könige für eine Spende zugunsten eines Entwicklungshilfeprojekts durch Bramsche und seine Ortsteile gezogen. Sie sammelten dabei rund 13000 Euro.

Die CDU-Fraktion im Ortsrat Bramsche-Mitte unternimmt einen neuen Anlauf, das Radfahren in der Fußgängerzone zu erlauben – und scheitert erneut. Der Antrag findet keine Mehrheit. Das Verbot habe sich bewährt, hieß es.

Mehr Teilnehmer als erwartet kamen zur ersten öffentlichen Holocaust-Gedenkfeier, zu der die Stadt Bramsche anlässlich eingeladen hatte. Über 50 Bramscher versammelten sich am Denkmal für die Zwangsarbeiter an der St.-Johannis-Kirche. Der Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz (27. Januar 1945) sei ein Tag, an dem aller Opfer des Nationalsozialismus gedacht werde. Deshalb sei der Platz am Denkmal in der Gartenstadt für Bramsche „der richtige Ort für das Gedenken“, sagte Bürgermeister Heiner Pahlmann.


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