Viele Gäste und Geschenke Christuskirche Hesepe feiert 50-jähriges Bestehen

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Hesepe. Die Christuskirche in Hesepe feierte am Sonntag ihr 50-jähriges Bestehen. Zahlreiche Besucher nahmen am festlichen Gottesdienst teil und viele Gratulanten überbrachten Pastorin Andrea Wolters ihre Glückwünsche beim anschließenden Empfang im Gemeindehaus.

Im Fokus des Jubiläumsgottesdienstes stand die Geschichte von „Jakob und der Himmelsleiter“.

Jakob, als Betrüger auf der Flucht, war müde vom Laufen und legte sich zum Schlafen hin. Im Traum erschien ihm eine Leiter, die vom Boden bis in den Himmel reichte. Es schien ihm wie eine Tür zu Gott. Dieser segnete ihn schließlich trotz seines Betruges und Jakob baute seinem Gott einen Tempel zum Dank. Symbolisch ragte eine vom Kirchenvorstand gebastelte Himmelsleiter an der Kirchenwand empor.

„Wir sind heute in der glücklichen Lage mit allem gesegnet zu sein, was wir zum Leben brauchen. Aber vor 50 Jahren war das auch hier in Hesepe anders“, erinnerte Superintendent Hans Hentschel vom Kirchenkreis Bramsche.

Guter Zusammenhalt

„Auch damals gab es hier Vertriebene und Geflüchtete. Doch sie hatten Vertrauen zu Gott und bauten ihm diese Kirche.“ Bramsches Bürgermeister Heiner Pahlmann lobte die Entwicklung, die Hesepe in den 50 Jahren seit dem Bau der Christuskirche gemacht hatte. „Auch ein halbes Jahrhundert später hält die Gemeinde zusammen und zeigt mit ihrer Hilfsbereitschaft für die Flüchtlinge der LAB, dass sie ihre eigene Geschichte nicht vergessen hat.“

Auf die Frage, ob die Kirche in weiteren 50 Jahren noch als Kirche oder als Gebäude für andere gute Zwecke genutzt werden würde, war sich Pahlmann ganz sicher: „Nein, das wird auch dann immer noch eine Kirche sein!“

Ehemliger Pastor zu Gast

Der heute 88- jährige Pastor Tilo Backhaus schloss sich den Gratulanten an und erinnerte sich an viele Erlebnisse, die er mit der Christuskirche verbindet. Beim anschließenden Empfang im Gemeindehaus reihte sich eine lange Schlange von Gemeindemitgliedern an seinem Platz, die es sich alle nicht nehmen ließen, ihren ehemaligen Pastor persönlich zu begrüßen. Auch hier gab es viele Erinnerungen auszutauschen. Die heute 40-jährigen waren durch Pastor Backhaus getauft und konfirmiert worden. Manfred Kasan sprach darüber, dass er auch heute noch, das heißt inzwischen seit rund 50 Jahren Mitglied im damals gegründeten Posaunenchor sei.

Auch ehemalige Kirchenvorstandsmitglieder freuten sich, „ihren“ Pastor in Hesepe wiederzusehen. Backhaus und auch dessen Frau freuten sich sichtlich mit ihnen.

Henry Albowsky, als Schulleiter der Grundschule Hesepe, Sabine Stein, Leiterin der Kindertagesstätte und viele weitere Gratulanten und Vertreter der Gemeinde überreichten außer Glückwünschen auch Geschenke an Pastorin Andrea Wolters. Eine aus Lebkuchen nachgebaute Christuskirche inklusive Glockenturm überbrachte Sabine Stein: „Diese ist nur für Sie, Frau Wolters. Die müssen Sie nicht teilen.“

Geteilt wurde trotzdem: Die Freude über das Jubiläum und der Sekt zum Anstoßen auf Selbiges.


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