50 Bäume sollen fallen Rodungsaktion am Bramscher Wiederhall angekündigt

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Bezirksförster Martin Meyer Lührmann zeigt das Gebiet am Wiederhall, wo Bäume gefällt werden sollen. Der Förster steht neben einem schlagreifen Baum im Hintergrund ist ein toter Baum zu erkennen. Foto: Heiner BeinkeBezirksförster Martin Meyer Lührmann zeigt das Gebiet am Wiederhall, wo Bäume gefällt werden sollen. Der Förster steht neben einem schlagreifen Baum im Hintergrund ist ein toter Baum zu erkennen. Foto: Heiner Beinke

Bramsche. Auf eine Baumfällaktion größeren Umfangs im Wäldchen am Wiederhall weist Bezirksförster Martin Meyer Lührmann hin. Die Aktion diene der Verkehrssicherung und der langfristigen Auffrischung des Privatforstes. Sie soll in den nächsten Tagen beginnen.

Auslöser dieser Aktion sei die Verkehrssicherungspflicht des Besitzers, erläutert Meyer Lührmann. Zwar sei im Wald abseits öffentlicher Wege rechtlich zunächst einmal jeder selbst für seine Sicherheit verantwortlich. Bei toten Bäumen, die umfallen können, sehe dies aber anders aus. Hier sei der Waldbesitzer verpflichtet, etwas zur Vorsorge zu unternehmen. Solche toten Bäume finden sich im Wäldchen in der Nähe der Tennisanlage des TC Bramsche durchaus in nennenswerter Zahl.

Darüber hinaus würden auch einige Bäume entnommen, damit mehr Licht den Waldboden erreichen kann, wo sich die nächste Generation Wald entwickeln soll. Meyer Lührmann verweist auf einige junge Ahorn-Pflanzen die bereits aufkommen. „Wir hoffen, dass Ahorn und Buche hier hochkommen und wir dann einen klassischen Mischwald haben“, sagt der Bezirksförster. Deshalb werden auch die Fichten am Rande des Gebietes gefällt, ebenso wie einige Bäume, die schlicht schlagreif sind und verwertet werden sollen. Insgesamt seien es in etwa 50 Bäume, die in dem Gebiet gefällt werden sollen.

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Aus Aktionen in der Vergangenheit, die zum Teil zu heftigen Protesten aus der Bevölkerung geführt haben, weiß das Forstamt, dass es sinnvoll ist, vorab schon über solche Aktionen aufzuklären. „Der Eingriff ist ja auch nicht ohne. Wir müssen mit schweren Maschinen rein, um die Bäume rauszuholen. Das wird man deutlich sehen“. Aber danach könne sich die Natur gesund weiterentwickeln, verspricht Meyer Lührmann. „Das geht allerdings nicht von heute auf morgen. Natürlicher Wald entsteht über Generationen“, betont der Förster. Doch die Zukunft des Forstes mit heimischen Bäumen werde gesichert.

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Ein Teil der Bäume wird zu Brennholz verarbeitet, das über den Förster bezogen werden kann. Bezirksförster Martin Meyer Lührmann ist dazu werktags zwischen 7.30 und 9:00 Uhr erreichbar unter Tel. 05466/926020 oder mobil unter 0170/9315902 sowie per Mail unter Bezf.Bramsche@LWK-Niedersachsen.de . Das Holz, das durch die Nord-West-Holz e.G. vermarktet wird, ist PEFC-zertifiziert. Das heißt, das Brennholz stammt aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern und kontrollierten Quellen.

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