BN-Monatsrückblick Diskussion um Bramscher Innenstadt im November 2015



Bramsche. Wie entwickelt sich die Bramscher Innenstadt? Darüber wurde im November 2015 diskutiert, ebenso wie über die vielen Verspätungen der Nordwestbahn – der BN-Monatsrückblick.

Mit Stärken und Schwächen des innerstädtischen Einzelhandels in Bramsche und besonders seiner baulichen Situation hat sich die Gießener Geografie-Studentin Laura Mette in ihrer Bachelorarbeit beschäftigt . Ergebnis der Untersuchung, die in Zusammenarbeit mit dem Stadtmarketing und der Wirtschaftsförderung entstand: Der Mix stimmt im Wesentlichen, aber die baulichen Voraussetzungen sind auf die Dauer nicht mehr zeitgemäß, weil zu kleinteilig. Besonders in den Randbereichen nimmt deshalb die Kundenfrequenz rapide ab.

Sehr zufrieden ist aber der Förderkreis Freundliches Bramsche (FFB) mit seiner Kampagne für längere Ladenöffnungszeiten am Samstag . Die Kampagne werde von den Kunden wahrgenommen, die Kundenfrequenz in den Nachmittagsstunden habe „deutlich zugenommen“, hieß es auf der letzten Vorstandssitzung des Förderkreises. In der Großen Straße zwischen Kirch- und Münsterplatz ist derweil ein WLAN-Netz freigeschaltet worden , das Besuchern der Innenstadt kostenfrei zur Verfügung steht.

Besuch von Innenminister Pistorius

In einer Sondersitzung des Stadtrates hat der Niedersächsische Innenminister Boris Pistorius Stellung zu Fragen rund um die Flüchtlings-Erstaufnahme in Hesepe genommen . Er würdigte dabei das Engagement der vielen ehrenamtlichen Helfer, die einen ganz entscheidenden Anteil daran hätten, eine Brücke zwischen Flüchtlingen und einheimischer Bevölkerung zu schlagen. Es gebe überall dort weniger Probleme, wo es enge Kontakte zu dem Menschen gibt, die ihre Heimat verlassen mussten. Die Aufnahme so vieler Menschen sei „natürlich eine Belastung“, aber eben auch „unsere verdammte Pflicht“. In der Sitzung hatten vor allem die über 100 Bürger das Wort.

Das Bramscher Jugendparlament hat sich konstituiert. Zum ersten Mal traten damit die im Sommer gewählten Vertreterinnen und Vertreter der Bramscher Jugendlichen zusammen. Ein zentraler Wunsch der Jugendlichen stellt ein Ausbau der öffentlichen Treffpunkte dar, wurde bei der Premieren-Sitzung im Jugendtreff Gartenstadt deutlich.

Streit um Grundwasser-Förderung

Die Grundwasserförderung im Kalkrieser Berg ist nicht ursächlich dafür, dass die Flüsse in der Umgebung immer weniger Wasser führen. Zu diesem Schluss kommt ein Gutachten , das die Stadt Bramsche beauftragt hatte. Um die Expertise gab es allerdings Kontroversen im Ortsrat Engter und im Ausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt des Stadtrats. Kritisiert wurde unter anderem, dass in dem Gutachten Grundwasser-Rechte eines Landwirts und eines Grundstücks-Eigentümers aufgelistet wurden, die schon lange nicht mehr genutzt werden. Das Gutachten dient als Stellungnahme der Stadt Bramsche zu einem Antrag des Wasserverbands Bersenbrück, im Kalkrieser Berg 400000 Kubikmeter Grundwasser jährlich fördern zu dürfen.

Bahn-Pendler zwischen Bramsche und Osnabrück beklagen teils erhebliche Verspätungen insbesondere am frühen Morgen bei den Zügen der Nordwestbahn. Nach Angaben des Unternehmens ist die herbstliche Witterung Ursache der Verzögerungen . In sozialen Netzwerken hatten Kunden der Nordwestbahn ihrem Unmut Luft gemacht. Berichtet wurde über regelmäßige Verspätungen von rund 25 Minuten. Teilweise seien Züge auch erst 40 Minuten nach der geplanten Zeit abgefahren.

Peter Mailänder wird Chefarzt

Peter Mailänder wird ab dem 1. Januar 2016 neuer Chefarzt der Inneren Medizin in den Niels-Stensen-Kliniken Bramsche . Der bisherige Leitende Oberarzt tritt in dieser Funktion die Nachfolge von Prof. Dr. Michael K. Müller an, der zum Jahreswechsel seinen aktiven Dienst in Bramsche beendet. „Wir freuen uns, dass wir Herrn Mailänder für die neue Aufgabe gewinnen konnten“, so Geschäftsführer Dr. Bernd Runde. Mailänder ist seit 1991 am Bramscher Krankenhaus tätig.

Auszeichnung für Integrationsarbeit

Wie gut die Integrationsarbeit in der 8300-Einwohner-Gemeinde Neuenkirchen-Vörden läuft, haben die haupt- und ehrenamtlichen Helfer jetzt schwarz auf weiß: Im bundesweit ausgeschriebenen Wettbewerb „Menschen und Erfolge – In ländlichen Räumen willkommen“ wurden sie unter 265 Bewerbern von einer Jury ausgewählt und von Ministerin Barbara Hendricks (SPD) geehrt . Die Integrationsbeauftragte Katharina Schulz berichtete von den monatlichen Kochabenden, die im Jahr 2012 mit 25 Teilnehmern gestartet seien und inzwischen bis zu 120 neue und alte Bürger anlocken. Ein Aspekt war dabei die sinnvolle Beschäftigung der Flüchtlinge trotz Arbeitsverbots.


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