Chancen und Herausforderungen Buch aus Bramsche über den gelingenden Dialog

Von Holger Schulze

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Vorstellung des Buches „Dialogische Intelligenz – Aus dem Käfig des Gedachten in den Kosmos gemeinsamen Denkens“ mit (von links): Heidemarie Wünsche-Piétzka (Lektorin), Gerald Hüther (Vorwort) sowie die Autoren Johannes, Martina und Tobias Hartkemeyer. Foto: Holger SchulzeVorstellung des Buches „Dialogische Intelligenz – Aus dem Käfig des Gedachten in den Kosmos gemeinsamen Denkens“ mit (von links): Heidemarie Wünsche-Piétzka (Lektorin), Gerald Hüther (Vorwort) sowie die Autoren Johannes, Martina und Tobias Hartkemeyer. Foto: Holger Schulze

Bramsche. „Ein Produkt der gemeinsamen Arbeit auf dem CSA Hof, das man nicht essen aber dennoch verdauen kann, so stellte Martina Hartkemeyer das gemeinsam mit ihren Mann Johannes und ihrem Sohn Tobias herausgebrachte Buch „Dialogische Intelligenz – Aus dem Käfig des Gedachten in den Kosmos gemeinsamen Denkens“, vor.

Das Buch beschäftigt sich mit Chancen und Herausforderungen einer neuen Dialogkultur. „Unsere Dialoge unterscheiden sich von denen in den Talkshows, wo Menschen auftreten, die eigentlich alles schon wissen und versuchen, ihre Meinung dem Gegenüber aufzudrängen. Unser Dialog ist auch von einem Nichtwissen, aber dafür vom Vertrauen geprägt, dass wir gemeinsam eine Vision immer ein Stückchen konkreter werden lassen können. Wir versuchen wegzukommen von einem zielgerichteten Gespräch mit einer Verengung der Perspektiven. Die auf dem Hof gepflegte Dialogform ist immer ein Wagnis, weil das Ergebnis ein ganz anderes als das ursprünglichen Gewollte sein kann“, beschrieb Martina Hartkemeyer das Anliegen ihrer Veröffentlichung sowie die in ihrer Gemeinschaft gepflegte Gesprächspraxis näher. ( Weiterlesen: Glück in kleinen Schritten – Ein Dialog-Buch für das Zusammenleben mit Kindern )

Den Anderen verstehen, eigene verengte Standpunkte überwinden und gemeinsam Neues denken, das ist die Perspektive, um die es den Autoren geht. Hierfür haben sie aus unterschiedlichsten Richtungen Bausteine für einen gelingenden Dialog zusammengetragen. ( Weiterlesen: Institut für Dialogprozess mit Tunesien eng verbunden )

„Ein Buch der Lebenshilfe“

Wie dies ihnen gelungen ist, machte Heidemarie Wünsche-Piétzka in ihrer Laudatio im Anschluss an die Begrüßung durch Martina Hartkemeyer deutlich. Heidemarie Wünsche-Piétzka war als Lektorin in die Entstehungsphase des Buches eingebunden.

„Ich schätze das Buch als wertvolles Produkt des Hofes, das uns in den Kosmos gemeinsamen Denkens entführen kann. Es ist ein Buch der Lebenshilfe, das ich Korrekturlesen durfte. Es hat mich eine schlaflose Nacht gekostet. Es bedarf der Fortsetzung“, so lauteten ihre ersten Sätze die Dialogische Intelligenz erläuternd.

„Dialog als Alltagsbegriff, darum geht es hier nicht“, setzte Heidemarie Wünsche-Piétzka fort. Der Austausch von Statements sei nicht der Inhalt. Sondern eine neue Kommunikationskultur sei angestoßen worden. Der Inhalt des Buches richte sich an Menschen, die es bewegt, über Zukunft und die eigenen Kommunikationskultur nachzudenken und Veränderungen herbeizuführen. „Wir möchten eine andere dialogische Grundhaltung erlernen, die in diesem Buch angeregt werde. Sie werden Stunden erleben, in denen Ihnen die Ahaeffekte nur so vor die Füße fallen werden“, schloss Heidemarie Wünsche-Piétzka ihre Rede.

„Frisches, neues Denken“

Johannes Hartkemeyer ergänzte seine Vorrednerinnen mit einigen Begriffserläuterungen und dem Hinweis, dass frisches, neues Denken sich vom Austausch bereits Gedachtem unterscheidet. Dies finde aber leider häufig automatisch statt und berge die „große Gefahr in sich, dass neue Situationen an alten Rezepten scheitern“.

Tobias Hartkemeyer vervollständigte die Vorstellung des Buches mit Schilderungen von dessen Entstehungsgeschichte und der erneuten Anmerkung, die im Autorenkreis bevorzugte Dialogform „sei auch manchmal gefährlich, weil einem dann Idee kommen können, eine Dynamik sich entfalten kann, die wirklich Neues zulässt“. ( Weiterlesen: Alternatives Landwirtschaftsprojekt der Familie Hartkemeyer ist ein Erfolgsmodell )


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