Amprion informiert Ausschuss Neue Stromtrasse betrifft Bramsche nur am Rand

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Der Ausbau der Windenergie macht die neue Stromtrasse erforderlich, die bis Merzen führen soll. Symbolfoto: dpaDer Ausbau der Windenergie macht die neue Stromtrasse erforderlich, die bis Merzen führen soll. Symbolfoto: dpa

Bramsche. Der Bau der neuen Stromtrasse für eine 380-kV-Höchstspannungsleitung betrifft den Raum Bramsche „eher peripher“. Lediglich bei der Umspannanlage als Endpunkt sei noch nicht klar, ob sie auf Merzener oder Ueffelner Gebiet stehen wird. Diese Informationen bekamen die Mitglieder des Ausschusses für Stadtentwicklung und Umwelt in der letzten Sitzung.

  • Der Netzbetreiber Amprion hat den Ausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt des Bramscher Stadtrates über die geplante nue Stromtrasse von Cloppenburg nach Merzen informiert.
  • Die neue 380-kV-Höchstspannungsleitung wird nach diesen Angaben Bramsche nur am Rande, im Nordwesten, betreffen.
  • Die Umspannanlage als Endpunkt könnte auf Merzener oder Ueffelner Gebiet stehen.

Arndt Feldmann als Projektsprecher des Netzbetreibers Amprion erläuterte das weitere Verfahren. Im ersten Schritt seien jetzt vier mögliche Trassen für die Strecke von Cloppenburg bis Merzen vorgeschlagen worden. Jeder dieser Korridore sei etwa einen Kilometer breit. Je nach Variante könne Bramsche im Nordwesten auf Ueffelner Gebiet betroffen sein.

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Die Entscheidung, welche Trasse weiterverfolgt werden soll, liege am Ende bei der Bundesnetzagentur in Zusammenarbeit mit der Straßenbaubehörde des Landes. Dort werde auch festgelegt, ob Freileitungen verwendet werden oder die Kabel in der Erde verlegt werden. Wobei Feldmann deutlich machte, dass die Erdverkabelung aufwendiger ist, als die meisten glauben: Die Kabelgrube bei den Bauarbeiten sei 40 Meter breit, hinterher bleibe ein Schutzstreifen von 20 bis 40 Metern Breite erforderlich.

Die neue Stromleitung soll im Jahr 2022 in Betrieb genommen werden. Feldmann verwies auf den zeitlichen Druck, der durch den „massiven Zubau“ von Windenergieanlagen, nicht zuletzt im Raum Bramsche, entstehe.

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Baudirektor Hartmut Greife meinte, die Trasse entlang der Autobahn biete aus Bramscher Sicht erhebliche Nachteile. Bei der Entscheidung, die Leitung in bestimmten Abschnitten unterirdisch zu verlegen, dürften die Kosten nicht außer Acht gelassen werden, die letztlich der Stromverbraucher zahlen werde. Feldmann sagte, ein Kilometer Freileitung koste rund 1,5 Millionen Euro, die Erdverkabelung sei in etwa sechsmal so teuer.

Die Ausschussmitglieder baten darum, weiter rechtzeitig und umfassend über die weiteren Schritte im Verfahren informiert zu werden.

Weitere Berichte über die 380kV-Leitungen


Der Bau der 380-kV-Höchstspannungsleitung zwischen Cloppenburg und Merzen ist ein Gemeinschaftsprojekt der Netzbetreiber Tennet und Amprion. Tennet ist für die 60 Kilometer lange Strecke zwischen Conneforde und Cloppenburg zuständig, Amprion für das 55 Kilometer lange Stück zwischen Cloppenburg und Merzen. Dort ist zudem der Bau einer Umspannanlage vorgesehen. Mit dem Bau soll eine „Erhöhung der Übertragungskapazität“erreicht werden. Grundlage für diesen Neubau ist der Bundesbedarfsplan 2013. Darin ist von einer Stromtrasse die Rede, die von Cloppenburg nach Westerkappeln reicht. Doch diese Planung ist inzwischen überholt. In der nächsten Überarbeitung des Bundesbedarfsplans soll Merzen als Endpunkt aufgeführt werden. Die Stromtrasse soll nach den aktuellen Planungen der Netzbetreiber im Jahr 2022 fertig sein.

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