BN-Monatsrückblick Bramsche: Flüchtlingsthema beherrscht auch den Oktober 2015



Bramsche. Die Situation in der Erstaufnahme-Einrichtung für Asylbewerber in Hesepe hat auch den Oktober 2015 in Bramsche bestimmt. Zudem wurden einige größere Bauvorhaben auf den Weg gebracht. Der BN-Monatsrückblick.

Der Leiter der Landesaufnahmebehörde für Flüchtlinge in Bramsche-Hesepe, Conrad Bramm, verlässt den Standort. Bramm leitet seit dem 15. Oktober die Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge in Osnabrück. Die Nachfolge übernimmt Klaus Dierker, bislang Vize-Chef der Gewerkschaft der Polizei in Niedersachsen und Vorsitzender des Personalrates der Polizeidirektion Osnabrück.

Ebenso engagiert wie emotional haben Heseper Bürger mit dem Ortsrat und Bürgermeister Heiner Pahlmann über die Situation in der Erstaufnahme-Einrichtung Hesepe diskutiert. Gut 100 Heseper waren zu der Sitzung des Ortsrates gekommen , in der Bürgermeister Pahlmann über den aktuellen Stand in der Flüchtlingsunterkunft der Landesaufnahmebehörde (LAB) Niedersachsen informieren wollte. Die Sitzung war wegen des erwarteten Andrangs eigens von der ehemaligen Gemeindeverwaltung in das Gemeindehaus der evangelischen Kirche verlegt worden.

Die katholische Kirchengemeinde in Bramsche hat der Landesaufnahmebehörde (LAB) Niedersachsen angeboten, Flüchtlingsfamilien vorübergehend in der Heilig-Geist-Kirche in der Gartenstadt unterzubringen. Die LAB lehnte ab: Die Zahl der Flüchtlinge sei in der Erstaufnahmestelle in Hesepe inzwischen gesunken. Außerdem sei die Unterbringung von Flüchtlingen in großen Gebäuden nicht ideal. Ende Oktober sollen 2600 Menschen in Hesepe untergebracht gewesen sein.

Die Arbeiterwohlfahrt (Awo) hat ihr Wohnprojekt zur Betreuung minderjähriger, unbegleiteter Ausländer in Bramsche offiziell vorgestellt. Eingeladen waren dazu Bewohner und Anlieger der Seniorenwohnungen an der Moselstraße. Hier sollen in einem leer stehenden Gebäude zwölf minderjährige Flüchtlinge betreut werden.

Die Stadt Bramsche will das Grundstück Große Straße 40 (ehemals Drogerie Müller) verkaufen. Die entsprechende Ausschreibung werde derzeit vorbereitet, erklärt Baudirektor Hartmut Greife. Die Stadt hatte das Grundstück vor Jahren erworben, um von hier aus den Einzelhandel auf den großen Brachflächen zwischen Großer Straße und Heinrichstraße zu entwickeln. Ein Wettbewerb brachte jedoch keine Ergebnisse.

Der Weg ist frei für das Bauvorhaben, das die Kreissparkasse Bersenbrück und das Modehaus Böckmann gemeinsam am Brückenort verfolgen. Der Ortsrat Bramsche und der Stadtentwicklungsausschuss haben einer notwendigen Änderung des Bebauungsplans für diesen Bereich zugestimmt. Die Kreissparkasse Bersenbrück will am Brückenort den alten Teil ihrer Immobilie abreißen und durch einen Neubau ersetzen. Hauptmieter wird das Modehaus Böckmann, das damit das Engagement in Bramsche noch einmal erheblich erweitert.

Der Stadtrat Bramsche hat in seiner Sitzung die letzten Entscheidungen zur Ansiedlung der Amazone-Werke an der A 1 in Schleptrup getroffen. Nach den Beschlüssen für Flächennutzungsplan, Bebauungsplan und Nachtragshaushalt fehlt nun nur noch die Vertragsunterschrift.

Das Bramscher Krankenhaus schreibt seit September wieder schwarze Zahlen und rechnet für das letzte Quartal 2015 sogar mit einem leichten Plus. Das teilte der Geschäftsführer der Niels-Stensen-Kliniken, Werner Lullmann, mit. Lullmann sprach in diesem Zusammenhang von einer „historischen Situation“. Grund für diese positive Entwicklung, die für das ganze Haus gilt, sei die sehr gute Auslastung von Psychiatrie und Psychosomatik, die kontant bei 95 bis 100 Prozent liege. Bei der Mitgliederversammlung des Krankenhaus-Fördervereins, auf der Lullmann zu Gast war, wurde Ex-Bürgermeisterin Liesel Höltermann zur neuen Vorsitzenden gewählt.

Das Kinder- und Familienfest der Bramscher Feuerwehr war im Sommer mit rund 15 000 Besuchern nicht nur ein großer Publikums-Erfolg. Auch finanziell hat es sich gelohnt: Die Feuerwehr konnte die Kosten decken und behielt darüber hinaus auch noch etwas übrig. Von dem Erlös wurden jetzt Bobbycars angeschafft, die an Mitarbeiter, Elternvertreter und Kinder aus insgesamt 16 Kindergärten überreicht wurden.

Andreas Luttmer-Bensmann ist neuer Bundesvorsitzender der insgesamt 110 000 Mitglieder starken Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) . Eine Organisation mit 2300 Ortsvereinen von Flensburg bis Garmisch-Partenkirchen. Der Bramscher betont, er woll seinen Lebensmittelpunkt in der Tuchmacherstadt behalten und weiterhin Vorsitzender des Universum e. V. bleiben.


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