Für Realschule, IGS und Gymnasium Neuer Pächter für Bramscher Schul-Mensa gesucht

Ein Bild vom Anfang: 2013 übernahmen Anja Beckonert (links) und Margaretha Wagner (rechts) mit ihrem Team die Mensa an der Realschule. Nun ziehen sie sich zurück. Archiv-Foto: Hildegard Wekenborg-PlackeEin Bild vom Anfang: 2013 übernahmen Anja Beckonert (links) und Margaretha Wagner (rechts) mit ihrem Team die Mensa an der Realschule. Nun ziehen sie sich zurück. Archiv-Foto: Hildegard Wekenborg-Placke

Bramsche. Für die Mensa der Real- und Gesamtschule sowie Gymnasium wird zum Beginn des kommenden Jahres ein neuer Pächter gesucht. Die MeWa Gastro + Service GmbH verlängert ihren Vertrag nicht.

Schon wieder? Das mag sich mancher fragen, der die Geschicke der Mensa seit deren Eröffnung im September 2011 verfolgt. Nach einer Investition von Stadt Bramsche und Landkreis Osnabrück in Höhe von rund 1,2 Millionen Euro sorgte zunächst die „Gemeinnützige Initiative Jugendarbeitslosigkeit“ aus Fürstenau für die Verpflegung. Doch schon ein Jahr später kam der Ausstieg: Die Preisvorgaben für das Schulessen und die Arbeitskosten der Initiative, die junge Leute für den Arbeitsmarkt qualifizieren will, nicht mehr zur Deckung bringen. Es folgte mit dem bundesweit tätigen Groß-Caterer Dussmann ein neuer Pächter – der indes auch nur ein Jahr blieb. Das Unternehmen kam offenbar nicht auf die erhofften Umsatzzahlen. Ebenso unzufrieden war man aber auch auf Seiten des Trägers der Mensa mit der Qualität des angebotenen Essens.

Bis zu 200 Mittagessen pro Tag

2013 übernahm also die Bramscher MeWa Gastro + Service GmbH – die nun aber aus ganz anderen Gründen aussteigt, als sich zunächst vermuten ließe: „Wir haben die Mensa vor zwei Jahren quasi auf Bitte der Stadt Bramsche übernommen, um sie auf Vordermann zu bringen. Das ist uns gelungen“, betont Anja Beckonert, gemeinsam mit Margaretha Wagner Geschäftsführerin von MeWa. Bis zu 200 Mittagessen würden mittlerweile täglich ausgegeben, deutlich mehr als früher. „Als wir anfingen, waren es 80“, blickt Beckonert zurück.

Weiteres Potenzial durch Integrierte Gesamtschule

Die neue Integrierte Gesamtschule biete weiteres Potenzial durch ihr Ganztagsangebot, meint die Geschäftsführerin – und nennt damit zugleich den Grund, warum sie nun aussteigt: „Es war von Anfang an klar, dass wir nur einspringen, um es auf solide Füße zu stellen“, erklärt Beckonert. Der Zeitpunkt sei nun gekommen, „weil es Margaretha Wagner und mir sonst zu viel wird. Wir betreiben schließlich die beiden ‚Johnny‘s Pantry‘-Restaurants. Da arbeite alleine ich an sieben Tagen in der Woche täglich mindestens zehn Stunden“.

Landkreis auf der Suche nach Nachfolger

Was sich Beckonert wünscht, ist. „dass unsere Nachfolger als Mensa-Pächter ebenfalls aus der Region kommen – und vor allem, dass sie die Mitarbeiter übernehmen, die alle dort tätig bleiben möchten“. Ob es so kommen wird, ist allerdings noch ungewiss: Die Mensa geht, ebenso wie das gesamte Gebäude von Realschule und Integrierter Gesamtschule, zum 1. Januar in das Eigentum des Landkreises Osnabrück über. Der Kreis ist somit auch für die Suche nach einem neuen Pächter zuständig. „Wir haben bereits Gespräche mit Interessenten geführt“, erklärt auf Anfrage Sprecher Henning Müller-Detert. Es sei aber noch zu keiner Vergabe gekommen. „Wir sind weiterhin offen für überzeugende Konzepte“, so Müller-Detert weiter. Vorgesehen sei, dass ein neuer Pächter auch den Kiosk am Gymnasium weiter betreibe .


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