BN-Monatsrückblick September 2015 Situation in der LAB Hesepe immer problematischer



Bramsche. Natürlich bestimmte auch im September die wenig einladende Situation in der völlig überfüllten Flüchtlingsaufnahmestelle (LAB Hesepe) das Geschehen in Bramsche. Doch es gab auch die feierliche Eröffnung der neuen Gesamtschule in der Tuchmacherstadt, die Einführung der neuen Leiterin des Greselius-Gymnasiums in ihr Amt, das zehnjährige Jubiläum der Bramscher Tafel sowie den Startschuss für größere Baumaßnahmen im Niedersachsenpark bei Rieste.

Aber der Reihe nach: So lud die Stadt Bramsche Anfang des Monats zu einer Ehrenamts-Börse ins Rathaus ein. Die Vereine und Verbände, die für die Erstaufnahme-Einrichtung für Asylbewerber in Hesepe tätig sind, stellten sich dabei vor. Die Resonanz war groß. Ebenso die Spendenbereitschaft vieler Bürger , die fast alle Erwartungen übertraf. Lagerkapazitäten für die Sachspenden waren schnell erschöpft. Und die Gesamtsituation in der LAB in Hesepe blieb für Flüchtlinge, Helfer und Ärzte ein großes Problem . Ein rasche Besserung der Lage ist nicht in Sicht. Sie wird wohl nur in kleinen Schritten erfolgen können.

Deutlich weiter ist da das Projekt einer Integrierten Gesamtschule (IGS) in Bramsche. Nach vielen Monaten der Vorbereitung wurde sie in den Räumen an der Malgartener Straße (Schulzentrum) endlich eröffnet. Mit 102 Schülern in vier Fünften Klassen und Thomas Behning als Schulleiter. Landrat Michael Lübbersmann war vom Kreishaus am Schölerberg in Osnabrück als Gast zur offiziellen Feierstunde in die IGS nach Bramsche gekommen.

Gleich nebenan wurde nahezu zeitgleich Barbara Bolz als neue Schulleiterin des Greselius-Gymnasiums vorgestellt und in ihr Amt eingeführt. Sie folgt auf Klaus-Jürgen Bock, der zuvor in den verdienten Ruhestand verabschiedet worden war.

Viel Lob gab es im Laufe des Monats auch für die Arbeit der Bramscher Tafel . Sie versorgt auch nach zehn Jahren immer noch Bedürftige mit Lebensmitteln. Das Jubiläum wurde an der Hasestraße zwar gefeiert, aber in einem würdigen, unaufgeregten Rahmen. Dennoch wurde die große Bedeutung des sozialen Engagements der ehrenamtlichen Helfer noch einmal deutlich unterstrichen.

In der Bramscher Nachbarschaft sorgte der bevorstehende Umzug des PSA-Logistkzentrums für Gesprächsstoff. Denn Peugeot/Citroen wechselt innerhalb des interkommunalen Industrie- und Gewerbegebietes in Rieste/Neuenkirchen-Vörden seinen Sitz. Auf einer Fläche von rund vier Hektar werden dafür jetzt neue Hallen für PSA gebaut. Nicht weit davon entfernt wird übrigens in den kommenden Jahren die neue Autobahnausfahrt „Riester Damm“ geschaffen werden. Die Kosten für dieses Projekt trägt im Wesentlichen der Bund (6,7 Millionen Euro von insgesamt 10,4).


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