Starke Jugendsozialarbeit Sonnenscheinpreis der Caritas geht nach Alfhausen

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Elisabeth Pohlmann (links) und Hildegard Tellen nehmen stellvertretend für den Förderverein den Sonnenscheinpreis und 3.000 Euro für ihre Arbeit von Moderator Ludger Abeln (links) und Weihbischof Johannes Wübbe entgegen. Foto: CaritasElisabeth Pohlmann (links) und Hildegard Tellen nehmen stellvertretend für den Förderverein den Sonnenscheinpreis und 3.000 Euro für ihre Arbeit von Moderator Ludger Abeln (links) und Weihbischof Johannes Wübbe entgegen. Foto: Caritas

Alfhausen. „Stadt – Land – Zukunft: Fülle Dein Land mit Leben“ ist das Motto der diesjährigen Caritas-Kampagne und des Sonnenscheinpreises. 3000 Euro gingen an einen Verein in Alfhausen.

10000 Euro stellt die Caritas-Gemeinschaftsstiftung Osnabrück jedes Jahr für den Preis zur Verfügung, um freiwilliges Engagement zu würdigen und zu fördern. In diesem Jahr wurden ehrenamtlich engagierte Gruppen und Einzelpersonen ausgezeichnet, die sich für den sozialen Zusammenhalt im ländlichen Raum einsetzen.

Sechs Preisträger, einer davon aus Alfhausen

Bei der feierlichen Verleihung in der Ostfriesischen Landschaft, Aurich, erhielten sechs Projekte aus dem gesamten Bistum Osnabrück die Auszeichnung für ihr Engagement. Mit 3000 Euro wurde auch der Förderverein Jugendsozialarbeit Alfhausen unterstützt, der sich für eine starke Jugendsozialarbeit engagiert. Seit über zehn Jahren gibt es in dem kleinen Ort eine Jugendsozialarbeiterstelle, die von der Bevölkerung initiiert wurde. Grund war damals der Zuzug von russlanddeutschen Spätaussiedlern. Die Integration der Kinder und Jugendlichen ist dem Jugendtreff durch vielfältige Angebote für Kinder, Jugendliche und Eltern bestens gelungen. Seit 2012 gibt es nun auch den Förderverein Jugendsozialarbeit Alfhausen e.V., der sich für die Fortsetzung der Jugendarbeit vor Ort stark macht. Elisabeth Pohlmann und Hildegard Tellen nahmen den Sonnenscheinpreis in Empfang.

Weitere Preise gingen an den Anpackerkreis Aurich (3000 Euro), den Förderverein Kleine Leute aus Andervenne (2000 Euro), eine Gruppe Engagierter, die sich in Bremen um minderjährige Flüchtlinge kümmern (1000 Euro) und an vier Ehrenamtliche aus Neßmersiel, die sich in dem kleinen ostfriesischen Dorf für Flüchtlinge engagieren (500 Euro). Einen Reisegutschein nach Norderney erhält eine Hundebesitzerin aus Sögel, die mit ihrem Jack-Russel-Terrier jede Woche die Gäste der dortigen Tagespflege erfreut.

Bewerbungsrekord: 39 Initiativen, 758 Engagierte

In den Wochen zuvor hatte der Stiftungsrat unter Vorsitz von Weihbischof Johannes Wübbe 39 Vorschläge gesichtet, in denen sich insgesamt 758 Ehrenamtliche engagieren. Wübbe betonte: „Uns ist die Auswahl sehr schwergefallen. In der neunjährigen Geschichte des Sonnenscheinpreises haben wir noch nie so viele Vorschläge erhalten. Das ist ein beeindruckendes Zeugnis für den sozialen Zusammenhalt auf dem Land!“

Der Direktor des Caritasverbandes für die Diözese Osnabrück, Franz Loth, ging in seinem Festvortrag der Frage nach, was wichtig ist für die Zukunft der Dörfer. „Wir brauchen Mut für Neues. Dafür müssen wir den Panzer des Alten abwerfen, ist Loth überzeugt.“ Den Preisträgern bescheinigte er eine weitere wichtige Eigenschaft, um zukunftsfähig zu sein: „Wir benötigen Mut zum Kundschaften. Sie sind solche Kundschafter. Ohne Sie gäbe es keine neuen Wege.“

Der Sonnenscheinpreis: Der Preis für ehrenamtliches Engagement ist nach Carl Sonnenschein benannt. Der katholische Priester wirkte unter anderem in Berlin als Sozialreformer. Ein wichtiges Anliegen Sonnenscheins war die Förderung sozialen Engagements eines jeden Katholiken. Die Auszeichnung ist mit insgesamt 10.000 Euro dotiert und wurde in diesem Jahr zum 9. Mal verliehen.

Einen Bericht zur Verleihung des Sonnenscheinpreises 2014 finden Sie hier…


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