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Kapazitäten sind ausgelastet Stopp der Großspendenannahme für Flüchtlinge in Hesepe

Alltag im Aufnahmelager in Bramsche-Hesepe: Kleine und große Spenden werden an Flüchtlinge verteilt. Foto: David EbenerAlltag im Aufnahmelager in Bramsche-Hesepe: Kleine und große Spenden werden an Flüchtlinge verteilt. Foto: David Ebener

Bramsche. Die Annahme von Großspenden für das Flüchtlingslager in Hesepe durch das Diakonische Werk muss aufgrund erschöpfter Lagerkapazitäten derzeit ausgesetzt werden.

Anfang des Monats hatten das Diakonische Werk Bramsche, die Stadt und die Werkgemeinschaft Die Brücke noch ein neues Konzept für die Spendenlogistik der Landesaufnahmebehörde Hesepe (LAB) auf den Weg gebracht. Ein Eckpfeiler des Konzepts: Großspenden wurden direkt in ein Lager der Firma Sanders gebracht. Doch diese Kapazitäten seien nun vollends ausgelastet, teilte das kommunale Presseamt mit.

Nora Steinbrügge vom Diakonischen Werk Bramsche bedankt sich dennoch für die vielen Spenden, „die oftmals in Gemeinschaftsaktionen von Firmen oder Vereinen angeliefert“ worden seien. Mit den großen Mengen aber könne man nun nicht mehr Schritt halten: „Wir haben weder ausreichend Platz, noch kommen wir mit dem Sortieren der Spenden hinterher. Wir brauchen nun erstmal eine Pause“, sagte Steinbrügge.

Stopp gilt nicht für kleinere Mengen

Ausgenommen von dem Annahmestopp ist allerdings die Abgabe kleiner Mengen in „haushaltsüblichem Umfang“. Diese werden zunächst noch an den beiden Abgabetagen Dienstag (von 9 bis 12 Uhr) und Freitag (von 14 bis 17 Uhr) an der Sammelstelle Die Brücke“ entgegengenommen. Allerdings gibt es auch hier Einschränkungen: Sommerkleidung, Spielwaren, Kleidung in Übergrößen und Bettwäsche können nicht mehr abgegeben werden.

„Wir bitten daher ausdrücklich, momentan ganz gezielt nur die Dinge zu spenden, für die ein unmittelbarer Bedarf besteht “, erläutert Steinbrügge. Weil die Lagerflächen komplett voll seien, könnten nur noch solche Spenden angenommen werden, die sofort in der LAB zur Verteilung kämen. Und zwar in erster Linie Männerkleidung und Herrenschuhe in kleineren Größen, Unterwäsche, Taschen und Koffer. Sobald der Großteil der Spenden an die Bewohner der LAB in Hesepe verteilt sei und wieder Lagerkapazitäten zur Verfügung stünden, werde man das bekanntgeben, erklärte Steinbrüge.

Während Sachspenden also derzeit weniger gefragt sind, sind „Zeitspenden“ dagegen mehr als willkommen: „ Wir brauchen nach wie vor ehrenamtliche Helfer für das Sortieren der Kleider. Interessenten können sich telefonisch beim Diakonischen Werk in Bramsche melden. Oder einfach an den Abgabetagen zur Sammelstelle bei der ,Brücke‘ kommen“, wirbt Steinbrügge um Unterstützung.


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