Oktoberfest 2015 in Kalkriese Oktoberfest in Kalkriese: Nach 30 Minuten auf den Bänken

Von Holger Schulze

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Kalkriese. Was vor wenigen Jahren noch zurückhaltend als ein hoffnungsvoller Versuch organisiert wurde, ist inzwischen als bestens etablierte Größe im „Feierjahr“ von Kalkriese angekommen. Am Wochenende holte die vierte Auflage des Oktoberfestes in der Mehrzweckhalle schon kurz nach der nach Eröffnung die gestandenen Lederhosenträger und ihre in Dirndeln gekleideten Damen von den Sitzbänken.

„Die langen Vorbereitungen haben sich absolut gelohnt. Die Stimmung war von Anfang an bombig. Nach 30 Minuten standen die Leute auf den Bänken“, freute sich jemand, der von all dem zunächst nur etwas am Rande mitbekam. Udo Krayenhagen, Schriftführer und Mitorganisator beim Schützenverein, der im jährlichen Wechsel mit dem Fußballklub das Event ausrichtet, empfing um 22 Uhr immer noch am Eingang neu hinzukommende Gäste bei der Kartenkontrolle. Dennoch kam auch bei ihm an: „Die Band hat die Menge voll im Griff. Alle sind in bester Feierlaune und wir als Organisatoren natürlich ebenso zufrieden. Inzwischen ist das Fest ja ein Selbstläufer geworden und nicht mehr wegzudenken“.

Ein Blick in den Saal genügte, um all diese Angaben bestätigt zu bekommen. Die in diesem Jahr engagierte Band Tirol Sound brauchte eigentlich nur aufzuspielen, und die Gäste in den karierten Hemden und geschnürten Dekolletés freuten sich, klatschten mit und gingen im Stehen oder Sitzen auf den Bänken mit der Musik mit.

Martin Zischke aus Engter besucht das Kalkrieser Oktoberfest seit der ersten Ausgabe. „Die Musik ist gut, man kennt viele Leute, und die Stimmung ist jetzt schon so, als wäre man zwei Stunden weiter“, fasste er gegen 22 Uhr das Geschehen vor Ort zusammen. Zischke selbst feiert zwar nicht mehr auf den Bänken mit, „ich habe es in den Knien“, lobte aber dafür umso mehr das arbeitende Personal an den Theken. „Der Service läuft hier perfekt“, stellte der ortskundige Oktoberfest-Stammgast anerkennend fest.

Polonaise in der Mehrzweckhalle

Als hätten sie dieses Lob gehört, gab es von den freundlichen Bedienungen hinter dem Zapfhahn und an den Maßkrügen ebenfalls nur positive Worte für das Oktoberfest. „Die Leute sind gut zufrieden“, „voll tolle Stimmung“, „alle sind gut gelaunt – und das Bier schmeckt“ oder auch „das Arbeiten macht Spaß“, waren die Kommentare, die zwischen der nächsten Zapf- und Lieferrunde im Vorbeigehen abgegeben wurden.

Vorbei zog wenig später dann fest der halbe Saal während einer Polonaise. Jung hinter Mittelalt, hübsche Frauen und durstige Männer, das Oktoberfest machte einfach nur Spaß und zeigte sich von seiner besten Seite.


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