700000 Euro investiert Kreissparkasse modernisiert in Bramsche

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Bramsche. Mit einem Kostenaufwand von 700000 Euro hat die Kreissparkasse Bersenbrück ihre Geschäftsstelle an der Großen Straße in Bramsche umgestaltet.

Dass die Kreissparkasse so viel Geld in die Hand nehmen würde, war ursprünglich gar nicht geplant. „Zuerst war nur angedacht, neuen Teppich verlegen zu lassen“, blickt Vorstand Bernd Heinemann zurück. Bei der Begehung des denkmalgeschützten Hauses sei dann immer deutlicher worden, „dass wir die Gelegenheit nutzen können und auch müssen, um hier noch deutlich mehr zu tun“, erklärt Heinemann weiter.

Neuer Servicebereich

Was ihm ebenso missfiel wie seinem Vorstandskollegen Lars Pfeilsticker und Geschäftsstellenleiter Carsten Grade : „Der lang gezogene Servicebereich entsprach nicht mehr den heutigen Anforderungen. Das hatte den Stil der 60er-Jahre“, wählt Heinemann deutliche Worte. Ohnehin, so ergänzt Pfeilsticker, hätten Service-Leistungen wie beispielsweise die Annahme von Überweisungsformularen deutlich abgenommen. „Das wird ja heute zumeist an unsren SB-Terminals oder online erledigt“, so Pfeilsticker.

Die bisherige „Theke“ zur Kundenbedienung wurde also entfernt und durch Einzel-Plätze ersetzt. Raum geschaffen wurde dadurch für weitere Beratungsräume. „Der Diskretionsbereich“, so formuliert es Geschäftsstellenleiter Carsten Grade, „war bisher grenzwertig. Hier haben wir eine deutliche Verbesserung erreicht.“ Insgesamt stehen nach seinen Worten jetzt sechs Räume bereit, in denen sich Kunden zu einem vertraulichen Gespräch mit einem der insgesamt 13 Mitarbeiter der Kreissparkassen-Filiale zurückziehen können. Zuvor gab es nur zwei Beratungsräume.

Neu ist ebenso, dass im Kundenbereich die Kasse verkleinert wurde und nicht mehr regelmäßig besetzt sein wird: „Nur noch, wenn es um die Auszahlung höherer Geldsummen geht, die natürlich in größtmöglicher Diskretion erfolgen soll“, erklärt Grade. Ansonsten werde Geld, sofern es nicht ohnehin am Automaten abgehoben wird, nun auch an den neuen Bedienungspulten herausgegeben.

Ein neuer Anstrich und neue Büros für die Mitarbeiter der Geschäftsstelle im Erdgeschoss kommen hinzu. „Das Obergeschoss nutzen wir künftig nicht mehr. Wir suchen noch nach einer neuen Verwendung“, sagt dazu Vorstand Bernd Heinemann. Er betont im Übrigen, dass die Kreissparkasse trotz der durchaus hohen Investition auf die Kosten geachtet habe. „Soweit möglich, nutzen wir die bisherigen Möbel weiter, beispielsweise in unseren Besprechungszimmern.“ Die Geschäftsstelle in Bramsche, so meint er, sei bislang schon „eine der schönsten in unserem Gebiet gewesen“. Das gelte ab jetzt noch viel mehr.

SB am Markt schließt

Aufgeben wird die Kreissparkasse hingegen den SB-Raum am Markt, der bislang noch seit der Schließung der Filiale vor rund drei Jahren vorgehalten worden war. „Das hat sich als unwirtschaftlich erwiesen“, erklärt Heinemann. Die Entfernung zur Geschäftsstelle in der Großen Straße sei so kurz, „dass viele Kunden gleich dorthin gegangen sind“.

Ein weiterer Grund für die Schließung, und das stellt Heinemann durchaus verärgert heraus, sei fortwährender Vandalismus: „Wir haben unsere Reinigungskräfte notieren lassen, wie viele und welche Vorkommnisse sie feststellen.“ Das Ergebnis: Eine durchaus lange Liste, in der meist im Abstand von nur wenigen Tagen Schäden, Vermüllung und Schmierereien festgehalten worden sind. Nach der Schließung am Markt wird der dortige Geldautomat in den SB-Bereich an der Großen Straße integriert.


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