„Die westfälische Schöne“ Karsten Igel aus Engter schreibt Osnabrück-Führer

Von Hildegard Wekenborg-Placke

Geschichtliches, Sehenswertes, Kulinarisches - Karsten Igels Stadtführer gibt eine Fülle von Tipps für Besucher wie Alteingesessene. Foto: Hildegard Wekenborg-PlackeGeschichtliches, Sehenswertes, Kulinarisches - Karsten Igels Stadtführer gibt eine Fülle von Tipps für Besucher wie Alteingesessene. Foto: Hildegard Wekenborg-Placke

Bramsche. Der Historiker Karsten Igel aus Engter hat einen Stadtführer über Osnabrück und das Osnabrücker Land geschrieben.

Karsten Igel leitet eine große Gartenbaumschule in Engter, ist promovierter Historiker und Lehrbeauftragter am Institut für mittelalterliche Geschichte der Universität Münster. Jetzt ist Igel zusätzlich unter die Autoren gegangen. Der langjährige Koordinator des Osnabrücker Arbeitskreises Stadtgeschichte hat einen Führer für Osnabrück geschrieben, in dem auch das Umland, zum Beispiel Kalkriese und die Varusschlacht eine große Rolle spielen. Einen Großteil der Fotos stammt von dem Fotografen Hans-Jürgen Tietz.

Über die Stadtgeschichte führt Igel die Leser an die „schöne Westfälin“ heran. Man erfährt, dass Osnabrück im Mittelalter neben Münster, Dortmund und Soest eine der größten Städte Westfalens war. Wisssenswertes über die Vorgeschichte der Friedensstadt findet sich neben Ausblicken in die Moderne, zur Erich-Maria-Remarque-Gesellschaft oder dem Nussbaum Museum. Der „Handelsstadt“, mit ihrer Verbindung zur Bramscher Tuchmacherei, der „Stadt der Steinwerke“ werden Kapitel gewidmet ebenso wie der „Stadt im Grünen“.

Igel nimmt die Leser mit auf Touren durch Altstadt mit Rathaus und Dom, streift die Neustadt und St. Katharinen und führt dann ins Osnabrücker Land, zur Gartentraumroute von Bramsche nach Bad Essen, zum Tuchmachermuseum, ins Artland und ins Nettetal. Angehängt ist eine ausführliche Sammlung von Ausflugs-, Ausgeh-, Einkaufs- sowie Essens- und Übernachtungstipps .

„Man erarbeitet sich eine Stadt zu Fuß“, beschreibt Igel den Entstehungsprozess des Buches. Viele Gespräche mit Städteführern hätten den Blick geschärft für „das, was die Leute wissen wollen“. Die Leiter von Kulturhistorischen - und Diözesanmuseum , Thorsten Heese und Hermann Queckenstedt unterstützten das Projekt mit Wissen und Bildmaterial.

Karsten Igel: Osnabrück, Mitteldeutscher Verlag, ISBN 978-3-95462-451-5, 9,95 Euro.