NOZ-Telefonaktion Bramscher Ärzte geben Auskunft zu Depressionen

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eb Osnabrück. Depressionen stehen an der Spitze der psychischen Erkrankungen. In der NOZ-Telefonaktion am Dienstag, 11. August, 15 bis 16 Uhr, beantworten die Experten Fragen rund um diese Erkrankung.

Rede und Antwort stehen Prof. Dr. Wolfgang Weig (Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, Chefarzt der Magdalenen-Klinik und Direktor des Zentrums für
seelische Gesundheit der Niels-Stensen-Kliniken), Prof. Dr. Bernhard Croissant (Ärztlicher Direktor Ameos Klinikum Osnabrück) sowie Dr. Yvonne Walonka (Leitende Ärztin der Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatische Me-
dizin der Niels-Stensen-
Kliniken in Bramsche). Erreichbar sind die Mediziner unter den Telefonnummern 0541/310-470, 310-471 und 310-472.

Depressionen gehören laut Bundesgesundheitsministerium zu den häufigsten und hinsichtlich ihrer Schwere am meisten unterschätzten Erkrankungen. Weltweit leiden rund 350 Millionen Menschen darunter. Bis zum Jahr 2020 werden Depressionen laut Weltgesundheitsorganisation weltweit die zweithäufigste Volkskrankheit sein.

Betroffene klagen anfangs meistens über einen allgemeinen Leistungsabfall und diffuse körperliche Beschwerden, über Appetitverlust und Schlafstörungen. Hinzu kommen allgemeine Lustlosigkeit, Entscheidungsunfähigkeit, Ängste und Gefühle von Gleichgültigkeit. Jede Lebensfreude ist verloren gegangen, der Mensch fühlt sich hilflos, mutlos und ratlos, die Stimmung ist niedergedrückt. Tätigkeiten, die vor der Erkrankung noch mit Elan gemacht wurden, werden zur großen Anstrengung und verschaffen keine Freude mehr.

Der Betroffene hat das Gefühl zu versagen, seine Gedanken drehen sich oft nur im Kreis, und er ist nicht mehr in der Lage, eine eigene Lösung für diesen erlebten Zustand zu finden. Es wird keinerlei Hoffnung auf eine Besserung gesehen. Es kommt häufig zum inneren und äußeren Rückzug. Kontakte zu anderen Menschen werden abgebrochen. Der Erkrankte fühlt sich für seinen Zustand selbst verantwortlich und ist daher auch nicht für gut gemeinte Ratschläge empfänglich. Unterstützungsversuche wie gutes Zureden von Familienmitgliedern und Freunden prallen oftmals ab. Auch Ratschläge wie „unternimm doch mal wieder etwas“ oder „reiß dich doch endlich mal zusammen, stell dich nicht so an“ führen immer wieder dazu, dass der Betroffene sich weiter zurückzieht und ängstlicher wird. Depressive Zustände können über Wochen und Monate anhalten und führen bei dem
Erkrankten und seinen Angehörigen häufig zu einem außerordentlichen Leidensdruck.

Wird eine depressive Erkrankung frühzeitig erkannt, ist sie in den meisten Fällen gut behandelbar. Die Experten informieren in der NOZ-Telefonaktion über Symptome, Diagnose und Therapieformen .


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