„Ein Platz für alle“ im Zentrum Bramscher feiern sanierten Kirchhof bei St.Martin


Bramsche. ,,Ein Ort der Kommunikation und Begegnung, doch kein Jahrmarkt. “ Genau das soll der frisch sanierte Kirchhof vor der St.-Martin-Kirche laut Pastorin Stephanie Seger sein.

Bei der Eröffnungsfeier zeigte sich der Platz in der Bramscher Innenstadt bei bestem Wetter dann auch von seiner schönsten Seite: Die rund 100 Gäste und Gemeindemitglieder genossen die ruhige Atmosphäre neben der kühlen Kirchmauer und ließen sich von den Sanierungsarbeiten überzeugen.

,,Wir wollten einen Raum schaffen, der offen ist und zu einem Anziehungspunkt für alle wir d“, erklärte Seger. Zum Verweilen laden dazu die von der Werkstatt „Die Brücke“ gefertigten Holzbänke ein. Demnächst soll auch ein Volleyballnetz aufgestellt werden. Wer nach der sportlichen Tätigkeit Lust auf Schlemmen bekommt oder sein Picknick bereichern will, darf sich gerne an dem Gemüsegarten und den Sträuchern vor dem Gemeindehaus, die von der Initiative ,,EssBar“ angelegt wurden, bedienen. ,,Jeder darf hier etwas ernten, wie im Garten Eden, im Paradies“, ermunterte Susanne Enge die Gäste.

,,Der Platz ist toll gelungen“, meinte auch Gerd Tschöke, Mitglied der katholischen Gemeinde. Dabei waren die Planungen für das Sanierungsvorhaben nicht immer einfach. Da das Gelände unter Denkmalschutz steht, waren viele Amtsgänge, die zudem mit viel Wartezeit und Kompromissen verbunden waren, nötig. ,,Ab März ging dann aber alles recht schnell“, erklärte Küster Johannes Wasmuth.

Genaue Angaben über die Höhe der Investition wollten die Beteiligten nicht geben, doch Superintendent Hans Hentschel schätzte, dass ,,die Summe im anfänglichen fünfstelligen Bereich, so um die 30000 Euro, liegen dürfte“. Unterstützung bei der Installation der Laternen sei dabei von den Stadtwerken gekommen. Und bereits während der Eröffnungsfeier fand sich ein Spender, der den Anfang machen wollte, die Kosten für eine der Holzbänke zu übernehmen.

Anwesend bei der Feier war auch der Generalvikar des Bistums Osnabrück, Theo Paul, der im vorausgegangenen Gottesdienst (im Rahmen der ,,Guck mal, wer da spricht“-Reihe) eine Predigt hielt. Dabei machte er klar, dass das Lied ,,Maria durch ein Dornwald ging“ nicht nur ein weihnachtliches sei und jeder Mensch bereits Erfahrungen mit einem ,,Weg durch den Dornenwald“ gemacht hätte. Er appellierte deshalb, im Alltag zu versuchen, ,,manchem Dornenbusch die Stachel zu nehmen und langsam in einen Rosengarten zu verwandeln“, wie vielleicht zu jenem vor der St.-Martin-Kirche.