BN-Serie: Kultur vor Ort Rolf Brüning lebt und arbeitet in Malgarten

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Malgarten. Etwas versteckt hinter dem Kloster Malgarten wurde im Juni 2014 das „Atelier im Malgarten“ eröffnet. Das ehemalige Gärtnerhäuschen wurde im Jahr 2013 renoviert und ist seit dem das Zuhause des Künstlers Rolf Brüning, der dort seinen künstlerischen Tätigkeiten nachgeht.

Ganz neu war die Region für den gebürtigen Bremer jedoch nicht, denn schon vor seinem Umzug nach Malgarten hatte Brüning von 1978 bis 2013 das „Atelier im Kotten“ im Neuenkirchen-Vördener Ortsteil Grapperhausen.

Bevor Brüning allerdings im Landkreis Vechta und im Landkreis Osnabrück heimisch wurde, lebte der Künstler acht Jahre lang gut Zehntausend Kilometer weiter westlich. Nach seiner Lehre zum Plakatmaler und den damit verbundenen beruflichen Tätigkeiten in Bremen und Berlin verschlug es ihn nach Mittel- und Südamerika. Dort verdiente Brüning auf der Reise durch Mexiko, Costa Rica, Honduras, Guatemala sowie durch Chile, Bolivien und Argentinien in Südamerika sein Geld als Maler, Liedermacher und Schauspieler.

Mit Jugendlichen

Nach der Rückkehr nach Deutschland absolvierte Brüning eine Ausbildung zum Kunsttherapeuten an der „Freien Kunststudienstätte Ottersberg“. Seitdem ist er in Heimen für Kinder und Jugendliche beschäftigt und ist auch heute noch als Kunsttherapeut und Kunstpädagoge für den Hof Moorlicht in Campemoor und Solveigs Hof in Rulle tätig.

Mit seinen Tätigkeiten als Maler und Bildhauer baute sich Brüning im Laufe der Zeit ein zweites Standbein auf. Schon in seinem früheren Atelier in Neuenkirchen-Vörden bot Brüning Mal- und Bildhauerkurse an. Diese Tradition setzt sich nun im „Atelier im Malgarten“ auf dem Klostergelände in Malgarten fort. Von Zeichnen in verschiedenen Techniken über Aquarell- und Acryl-Malerei bis hin zum plastischen Gestalten mit Ton und Stein bietet Brüning eine breite Palette an Kunstkursen für Interessierte aller Altersgruppen an.

Freies Schaffen

Doch auch für seine eigenen Arbeiten und sein freies künstlerisches Schaffen findet Brüning immer wieder die nötige Zeit. So zieren das Klostergelände einige seiner Skulpturen. Ebenso ist ein Teil seiner gemalten Kunstwerke im Klostergebäude zu sehen.

Im eigenen Garten, der ebenfalls von einer Vielzahl seiner Skulpturen und Plastiken geschmückt ist, findet Brüning den nötigen Platz für seine Bildhauer-Arbeiten. Mit Hammer und Meißel und in Sandstein, Speckstein und Ton arbeitet Brüning dort an seinen Kunstwerken.

Im Gegensatz zu vielen anderen Künstlern, die ihre Intentionen genau auf das Bild übertragen, arbeitet Brüning dabei meistens ohne Vorgabe. „Ich fange ganz ideenlos an und gebe mir zunächst nur einen Farbgrund. Mir ist es dann lieber, dass ich selbst etwas überrascht bin, was sich mir dann freilegt. Im Laufe des Prozesses kommen dann die Motive zustande, die ich zunächst gar nicht vorgedacht hatte“, erklärt Brüning .


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