Ausbau bis Jahresende Mehr Breitband-Internet in Bramsche

Einen symbolischen ersten Spatenstich zum Breitbandausbau nahmen (von links) Bürgermeister Heiner Pahlmann, Guido Ullmann (Osnatel) und Thorsten Meyer (EWE Netz GmbH) vor. Foto: Stadt Bramsche/Dorit BarzEinen symbolischen ersten Spatenstich zum Breitbandausbau nahmen (von links) Bürgermeister Heiner Pahlmann, Guido Ullmann (Osnatel) und Thorsten Meyer (EWE Netz GmbH) vor. Foto: Stadt Bramsche/Dorit Barz

Bramsche. Der Telekommunikationsanbieter EWE Tel mit seiner regionalen Marke Osnatel treibt den Breitbandausbau in Bramsche weiter voran. Insgesamt könnten bis zum Ende des Jahres etwa 3400 zusätzliche Haushalte vom neuen Highspeed-Internet profitieren, heißt es in einer Pressemitteilung der Stadt Bramsche.

Zum symbolischen ersten Spatenstich und zum Informationsaustausch bezüglich weiterer Ausbauarbeiten in Bramsche trafen sich Bürgermeister Heiner Pahlmann, Guido Ullmann von der Osnatel sowie Thorsten Meyer (EWE Netz GmbH). Wie Ullmann erläuterte, wird Osnatel in Bramsche 23 weitere Verteilerkästen – sogenannte Kabelverzweiger – mit eigener Technik erschließen und damit höhere Bandbreiten ermöglichen.

Kabelverzweiger sind Knotenpunkte, in denen die Teilnehmeranschlussleitungen der einzelnen Kunden gebündelt sind. Osnatel führt seine Glasfaserkabel in den Kabelverzweiger hinein und ermöglicht so in Kombination mit der Zusatztechnologie „Vectoring“ Bandbreiten von bis zu 100 Mbit/s. „Wie hoch die Datenübertragungsrate beim einzelnen Haushalt ist, hängt aber auch weiterhin von der Länge und Qualität der kupfernen Hausleitung ab“, erklärt Ullmann.

„Es ist gut, dass der Breitbandausbau vorankommt“, sagte Bürgermeister Heiner Pahlmann beim Ortstermin an der Dürerstraße. „Schnelle Internetzugänge sind heutzutage für die meisten Menschen ein Muss und erhöhen die Attraktivität von Wohn- und Gewerbegebieten. Die öffentliche Hand kann das aber nicht flächendeckend leisten , so dass wir uns über das eigenwirtschaftliche Engagement der Netzbetreiber freuen.“

Neben dem Kabelverzweiger, der derzeit in der Dürerstraße im Ortsteil Achmer installiert wird, sind mehrere weitere im Bereich des Bramscher Bergs vorgesehen. Auch die Gartenstadt sowie die Ortsteile Epe, Pente und einige Bereiche der Innenstadt profitieren von den aktuellen Baumaßnahmen durch EWE Tel. Wo genau welche Straßenzüge ab wann an das neue Breitbandnetz angeschlossen sein werden, wird der Anbieter zu gegebener Zeit mitteilen. „Alle profitierenden Haushalte und Betriebe werden frühzeitig benachrichtigt“, sichert Ullmann zu.


Als Vectoring wird eine Technologie bezeichnet, die das über Kupferkabel bezogene Internet schneller machen soll. Bei dem Datenverkehr über Kupferleitungen oder durch äußere Einflüsse entstehen elektromagnetische Störungen, die wiederum den Datenfluss stören und langsamer machen. Besonders das sogenannte „Übersprechen“, bei dem sich unterschiedliche Signale aus verschiedenen Kabeladern überlagern, ist problematisch. Durch die Vectoring-Technologie sollen genau diese störenden Strömungen ausgeglichen werden. Sie sollen eliminiert werden, bevor das Signal abgeschwächt werden kann – wie bei einem Kopfhörer, der Außengeräusche unterdrückt. So soll schnelleres Internet möglich gemacht werden. Von einem Kupfer-Anschluss wird nicht mehr als eine Übertragung von 50 Megabit pro Sekunde ausgegangen – ist das Kabel bis zum nächsten Verteiler lang, so sind es oft sogar nur etwa 20 Megabit pro Sekunde. Durch die neue Technik soll sich das ändern. Werden die störenden Signale ausgeglichen, so sind Geschwindigkeiten mit bis zu 100 Megabit pro Sekunde möglich.

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