Zeit voller Veränderungen 20 Jahre Kindertagsstätte Hesepe mit großem Fest

Kleine Schürzenmodells: Die Heseper Krippenkinder freuen sich mit Erzieherin Kathleen Probst (links) und Kita-Leiterin Sabine Stein auf das Fest am Sonntag. Foto: Hildegard Wekenborg-PlackeKleine Schürzenmodells: Die Heseper Krippenkinder freuen sich mit Erzieherin Kathleen Probst (links) und Kita-Leiterin Sabine Stein auf das Fest am Sonntag. Foto: Hildegard Wekenborg-Placke

Hesepe. Mit einem Gottesdienst und einem bunten Familienfest feiert die Kindertagestätte in Hesepe am Sonntag ihr 20-jähriges Bestehen - 20 Jahre, in denen sich im Bereich der frühkindlichen Bildung extrem viel verändert hat.

Wie groß diese Veränderungen sind, belegen einige trockene Zahlen. „“Als wir am 12. August 1995 Einweihung gefeiert haben, waren wir sechs pädagogische Mitarbeiterinnen, die 75 Kinder betreut haben“, erinnert sich Kita-Leiterin Sabine Stein. Dazu kam noch eine Reinigungskraft. Damals war die Einrichtung an der Rudolf-Harbig-Straße von 7.30 Uhr bis 12.30 Uhr geöffnet. „Heute haben wir 25 Mitarbeiter, Hausmeister, eine Bürokraftund die Hauswirtschafterinnen mit eingerechnet. Geöffnet ist täglich von 7 bis 16.30 Uhr, Schließzeiten gibt es kaum noch und die 90 Kinder, inklusive der Schulkinder, die über das Familienzentrum betreut werden, sind zwischen Null und acht Jahren alt“. Jeden Tag werden rund 70 Essen ausgegeben.

Altersstruktur und Aufenthaltsdauer haben sich gerade in den letzten Jahren rapide verändert. „Wir haben uns immer bemüht, uns den gesellschaftlichen Veränderungen anzupassen und gleichzeitig zu sehen, was die Eltern brauchen“, sagt Stein . Mit der Konsequenz, dass Hesepe die erste Kita mit Kindern unter drei Jahren war und auch die Erste, in der Mütter und Väter kaum noch durch Schließzeiten vor organisatorische Probleme gestellt wurden. Kooperationen mit anderen Kindergärten machen es möglich. Auch das sogenannte „Brückenjahr“ , das den Kindern den Übergang vom Kindergarten in die Grundschule erleichtert, war durch die Zusammenarbeit mit der Grundschule in Hesepe schon bestens eingeführt, bevor die Landesregierung es zum Modell erhob, berichtet die Kita-Leiterin stolz. Nur hieß das Projekt zunächst noch ganz schlicht „Von der Kita in die Schule“.

In der jüngsten Vergangenheit gab es einen größeren Anbau für die erste Krippengruppe, aus der Kita wurde ein Familienzentrum, aber fast noch mehr freut sich Stein im Rückblick darüber, dass „immer wieder junge Leute als Praktikanten oder sogar als Erzieherin zurückkommen, die hier schon im Kindergarten waren“.

Programm am Sonntag

Der Festtag beginnt um 10 Uhr mit einem Familiengottesdienst, den die Kinder selbst gestalten. Im Mittelpunkt steht die Geschichte vom kleinen Fisch „Swimmy“. Anschließend singen die Kita-Kinder vor der Kirche das Jubiläumslied, dass das Kita-Team selbst gedichtet hat. Anschließend sind die Erwachsenen zu einem Sektempfang eingeladen, während die Puppenspielerin „Pappen Elly“ die kleinen Festgäste unterhält.

Nach einer Mittagspause („ Unsere Krippenkinder brauchen das einfach“, Stein) geht es ab 14 Uhr weiter mit Filmen über 20 Jahre Hesepe, Hüpfburg, Kistenrollbahn und „ganz vielen Kreativangeboten“. Im Vorfeld hat die Kita Schürzen für die Kleinen und T-Shirts für die etwas Größeren drucken lassen , als Erkennungszeichen und Kleckerschutz gleichermaßen. Schürzen und T-Shirt können anschließend mitgenommen werden. Es wird Geschicklichkeitsspiele geben und einen Raum für „Sinneserfahrungen“. Hier gilt es , zu schmecken, fühlen, riechen, hören, was sich in geschlossenen Kisten verbirgt. Die neue Wasser-Murmelbahn kann getestet werden. Außerdem bietet die Feuerwehr Wasserspiele an. Verhungern oder verdursten muss an diesem Festtag natürlich auch niemand. Als Highlight werden die Kindergartenkinder im halbstündigen Rhythmus kleinen Geschichten, Spiele, Lieder oder Tänze aufführen.


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