Eine Stadt in Kinderhand Bramsche: Tausende Besucher beim Familienfest

Von Holger Schulze

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Bramsche. „Die Stadt in Kinderhand, da kann ich als Bürgermeister ja einmal für sieben Stunden den Platz verlassen“, mit diesen Worten eröffnete Heiner Pahlmann am Sonntagmittag das große Kinder- und Familienfest der Freiwilligen Feuerwehr Bramsche hinter dem Tuchmacher-Museum. Er tat dies nicht, ohne einen Dank an die Kameraden vor Ort auszusprechen, die mit ihrem Einsatz dafür sorgten, „dass die Stadt liebens- und lebenswert ist“.

Schon von Samstagabend an waren viele Helfer auf den Beinen, um das Gelände für das Fest herzurichten. Um die 80 Mann hatte Marc Piwinski, Pressesprecher der Feuerwehr, gezählt, die Rasen mähten, Fahrzeuge rangierten und eine beeindruckende Anzahl von Hüpfburgen und anderen Kinderbelustigungen aufbauten. „Wir machen all das, weil es für uns wichtig ist, uns öffentlich zu zeigen. Wir brauchen Nachwuchs, vor allem unter den Quereinsteigern“, erwähnte Marc Piwinski den ersten Hintergrund der Großveranstaltung, „Tagsüber zeigen sich schon bei größeren Bränden oder Unfällen personelle Probleme“, so der Pressesprecher. Damit dies am Sonntag nicht der Fall sein würde, hatte die Ortsfeuerwehr Engter den Bereitschaftsdienst in der Bramscher Feuerwehrwache übernommen.

Das Fest selbst zeigte sich als Unterhaltungs- und Spieleparadies, vor allem für die Freunde hüpfender und rutschender Bewegungen. Ob im großen Piratenschiff oder von der hohen aufblasbaren Rutsche hinab, ob im Kugelbad oder auf der sich immer schneller drehenden Rodeomaschine, alle Kinder die ein entsprechendes Eintrittsband erworben hatten, konnten am Sonntag nach Herzenslust unter den vielen Spaßgelegenheiten wählen und das Auf und Ab dort genießen.

„Die ganzen Hüpfburgen sind super“, fand dementsprechend auch Petra Elzholz, die mit Mann und Kind aus Osnabrück zum Familiensonntag in die Hasewiesen gekommen war. Damit tobende Kinder nicht auf quengelnde Eltern Rücksicht nehmen mussten, hatten die Veranstalter aber selbstverständlich ebenfalls an die erwachsenen Besucher gedacht. Von der Schutzkleidung eines Feuerwehrmannes vor eventuellem Schaden bewahrt, durften Besucher erfahren, wie schwierig es ist, Personen aus einem Unfall-Fahrzeug zu retten. Oder den historischen Löschzug aus Hamm inspizieren. Für die Fußballfans unter den Besuchern hatte der FCR seine Torwand aufgebaut. Der Tauchtrupp der Eper Feuerwehr ging in einem überdimensionalen Fass mit Sichtfenstern auf Tauchstation und aktuelle Fahrzeugtechnik durfte einmal aus der Nähe inspiziert werden. Neben zahlreichen weiteren Stände der verschiedenen Hilfsdienste oder von kommerziellen Anbietern diverser Dienstleistungen sorgte Mitveranstalter Jens Mehring hinter dem Mikrofon von der Lkw-Bühne aus für Unterhaltung mit flotten Sprüchen und Gewinnspielen wie dem Familienduell beim Reifenwechsel an einem aufblasbaren Rennwagen. Am Nachmittag dann rundeten Auftritte der Tanzbühne sowie der TuS-Bramsche-Cheerleadersdas Programm ab.

„Es ist ein schönes Fest mit viel Spaß“, in dieser Meinung des siebenjährigen Leif aus Balkum werden sich sicher viele Festbesucher wiedergefunden haben. Am späten Nachmittag konnte auch einsetzender Regen die Stimmung der Veranstalter nicht mehr trüben. Karsten Pösse als Hauptverantwortlicher auf Seiten der Feuerwehr meinte: „Ungefähr ein halbes Jahr haben wir geplant. Aller Einsatz hat sich vollauf gelohnt.“ Auch den Hauptsponsor der Veranstaltung vergaß Pösse nicht. „Ohne das Autohaus Bruns hätten wir das hier nicht machen können. Theo Bruns steht mit Herzblut dahinter, dass wir so ein Familienfest auf die Beine stellen konnten“.


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