Fest am 3. und 4. Juli Kindergarten Achmer feiert 40-jähriges Bestehen

In der Chronik, die zum Jubiläum erstellt wurde, blättern Sabine Schmidt (links) und Hilde Niebaum. Foto: DieckmannIn der Chronik, die zum Jubiläum erstellt wurde, blättern Sabine Schmidt (links) und Hilde Niebaum. Foto: Dieckmann

Achmer. Im Kindergarten Achmer wird nach dem Sommer eine Krippengruppe eingerichtet. Ein weiterer bedeutender Schritt für die Einrichtung. Sie besteht seit 40 Jahren und feiert dies am kommenden Wochenende.

Wenn über evangelische Institutionen in Achmer gesprochen wird, fällt unweigerlich der Name des langjährigen ersten Pastors der Kirchengemeinde. So auch beim Kindergarten: Der nämlich „ist auf das stete Betreiben von Pastor Gerd Ahlers hin eingerichtet worden“, erinnert sich Hilde Niebaum. Die „gute Seele“ mischte aber selbst kräftig mit, die kirchlichen Gremien von der Notwendigkeit der professionellen Kinderbetreuung zu überzeugen: Lange Jahre war sie im Kirchenvorstand und kümmerte sich mit darum, dass der Kindergarten wuchs und gedieh.

Nachdem die Kirche also „grünes Licht“ gegeben hatte, feierte der Kindergarten im August 1975 Eröffnung. Achmer war zuvor stetig gewachsen. Daraus resultierte die Gründung der Kirchengemeinde in den 1960er-Jahren ebenso wie der Bau des Kindergartens, für den allerdings aller Anfang schwer war: „Die ersten Jahre galt es strikt zu haushalten“, erzählt Niebaum. Das Budget war begrenzt, die Übernahme von Defiziten durch die Stadt noch in weiter Ferne. Und: „Wir mussten zu Beginn darum kämpfen, die Plätze überhaupt besetzen zu können.“ Wieder half der findige Pastor Ahlers: „Er hat die Jungen und Mädchen mit dem Auto von zu Hause abgeholt – aus Bramsche, teils sogar aus der Gartenstadt.“

So erhielt das Haus ein gutes Fundament, angereichert durch die Arbeit der Erzieherinnen, die ebenso engagiert wie konstant war: Die erste Leiterin, Marlies Barreira, blieb bis 2001. „Sie brauchte zu Anfang noch eine Ausnahmegenehmigung, weil sie katholisch war“, schmunzelt ihre Nachfolgerin Sabine Schmidt. Erst in ihre Zeit fielen die Umbrüche, die die Arbeit der Kindertagesstätten heutzutage prägen: Ganztagsbetreuung, Kleinstkinderbetreuung, Inklusion – bei der die Achmeraner aber sogar ganz weit vorn waren: „Als unser erstes Inklusionskind kommen sollte, gab es noch einige behördliche Schwierigkeiten“, berichtet Schmidt. In der Folge habe sich die Elternschaft geschlossen bereit erklärt, zehn Euro mehr Kindergartenbeitrag zu zahlen, um die Vorgaben zu finanzieren. Nötig wurde das nicht – „aber es ist ein schönes Beispiel, wie toll sich die Eltern hier immer wieder engagieren“, meint Schmidt.

Das 40-jährige Bestehen feiert der Kindergarten am kommenden Wochenende. Nach einem internen Trommelfest findet am Freitag, 3. Juli, um 19 Uhr ein Gottesdienst in der Friedenskirche mit anschließendem Empfang statt. Am Samstag, 4. Juli, geht die Feier mit einem Gemeindefest weiter, das sich ganz dem Kindergartengeburtstag verschrieben hat. Beginn ist um 14 Uhr mit einem Open-Air-Gottesdienst auf dem Kindergartengelände. „Wir hoffen, dass viele Ehemalige kommen und wir viele Erinnerungen austauschen können“, so Sabine Schmidt und Hilde Niebaum.


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