Verluste für Haupt- und Realschule IGS Bramsche geht vierzügig an den Start

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Schon der Infoabend der neuen IGS war ungewöhnlich gut besucht, im Vordergrund der designierte Schulleiter Thomas Behning. BN-Archivfoto: Hildegard Wekenborg-PlackeSchon der Infoabend der neuen IGS war ungewöhnlich gut besucht, im Vordergrund der designierte Schulleiter Thomas Behning. BN-Archivfoto: Hildegard Wekenborg-Placke

Bramsche. Nachdem die Anmeldefristen für die weiterführenden Schulen in Bramsche abgelaufen sind, ist eine große Akzeptanz der neu gegründeten IGS offensichtlich: Die Gesamtschule wird mit 106 Schülerinnen und Schülern sofort vierzügig an den Start gehen können. Der Zuspruch zur IGS geht eindeutig zulasten der Realschule: Waren dort im Vorjahr noch 115 Jungen und Mädchen angemeldet worden, sind es diesmal lediglich 39. Somit wird die Realschule im Jahrgang 5 nur noch zweizügig sein.

An der Hauptschule gingen 21 Anmeldungen ein. Einschließlich dreier Inklusionskinder, die bei der Zählung doppelt berücksichtig werden, läge die Schülerzahl bei 24.

Die Anmeldezahlen für das Greselius-Gymnasium zeigen nur eine geringe Veränderung gegenüber dem Vorjahr: 100 statt zuvor 106 Mädchen und Jungen wurden angemeldet. Die Vierzügigkeit ist somit sichergestellt.

Die Gesamtbetrachtung der Anmeldezahlen zeigt eine weitere Tendenz, die offenbar durch das Angebot der IGS bedingt ist: Von allen 274 Viertklässlern der Bramscher Grundschulen wurden in diesem Jahr etwa 250 an weiterführenden Schulen in Bramsche angemeldet. Lediglich etwa 25 Kinder werden anderswo ihre Schullaufbahn fortsetzen.

Im Vorjahr waren es noch 54 von 304 „Bramscher Viertklässlern“, die an auswärtigen Schulen angemeldet wurden. Damit hat sich die Zahl der Schülerinnen und Schüler, die zu auswärtigen Schulen wechseln, mehr als halbiert.

„Wir freuen uns, dass wir offensichtlich dem Elternwillen Rechnung tragen konnten. Die Anmeldezahlen zeigen, dass es eine richtige Entscheidung, eine IGS in Bramsche einzurichen, sagte Landkreissprecher Burkhard Riepenhoff für den Schulträger. „Wir sind mit den Zahlen hoch zufrieden. Die IGS ist ein Super-Angebot“ für alle Eltern und Kinder im Nordkreis. Riepenhoff verwies auf die vereinbarte Kooperation im Ganztagsangebot zwischen IGS und Gymnasium, das sich ebenfalls in Kreisträgerschaft befindet und ebenfalls vier Klassen in Jahrgang 5 einrichten kann. „Wir werden einen fulminanten Start mit unseren Schulen hinlegen“, versprach Riepenhoff.

Der Erste Stadtrat Ulrich Willems zeigte sich von diesen Zahlen nicht überrascht, bestätigen sie doch im Wesentlichen die Prognose, die die Stadtverwaltung bereits nach der ersten Elternbefragung im Herbst 2014 abgegeben hatte: „Danach haben wir schon aufgrund des Interesses der Bramscher Eltern mit einer Vierzügigkeit der IGS gerechnet. Gleichzeitig bewahrheitet es sich, dass das Gymnasium durch die IGS nicht gefährdet wird.“

Dessen Schülerzahl im 5. Jahrgang, so Willems weiter, sei annähernd gleich geblieben und sei in Relation zum Gesamtjahrgang sogar noch leicht von 35 % auf 36,5 % gestiegen. Für Haupt- und Realschule zusammen verblieben nur noch drei Züge. „Erfreulich ist natürlich, dass jetzt offenbar deutlich mehr Schülerinnen und Schüler das Schulangebot ihrer Wahl in Bramsche finden und sie nicht auf auswärtige Schulen ausweichen müssen“, interpretiert Ulrich Willems die aktuellen Zahlen.


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