„Frischen Wind bringen“ Planungsgruppe stellt Konzept für Bramscher IGS vor

Von Hildegard Wekenborg-Placke

Eine Internetseite gibt es schon: Sie und erste konkrete Daten zum pädagogischen Konzept präsentierte die Planungsgruppe unter Thomas Behning (hinten Mitte). Für den Landkreis als Träger waren Fachdienstleiter Stefan Zumstrull und Kreisrat Matthias Selle (hinten, von rechts) dabei. Foto: Hildegard Wekenborg-PlackeEine Internetseite gibt es schon: Sie und erste konkrete Daten zum pädagogischen Konzept präsentierte die Planungsgruppe unter Thomas Behning (hinten Mitte). Für den Landkreis als Träger waren Fachdienstleiter Stefan Zumstrull und Kreisrat Matthias Selle (hinten, von rechts) dabei. Foto: Hildegard Wekenborg-Placke

Bramsche. Die Vorbereitungen für die neue Gesamtschule in Bramsche gehen in die Endphase. Dienstagabend wird sich die neue Schule gemeinsam mit allen anderen weiterführenden Schulen der Stadt um 19.30 Uhr in der Grundschule Im Sande vorstellen.

Am 20 Mai findet ebenfalls um 19 Uhr im Realschulgebäude eine eigene Info-Veranstaltung der IGS Bramsche statt. Erste Informationen gibt es bereits im Internet unter www.igsbramsche.de, ein Info-Flyer liegt in den nächsten Tagen vor. Anmeldetermine sind der 17. und 18. Juni, sowie zusätzlich für die IGS der 19. Juni.

Frischer Wind in der Bramscher Bildungslandschaft

„Vielfalt verbindet – gemeinsam erfolgreich“ lautet das Motto der Schule, das Kreisrat Matthias Selle für den Schulträger und die IGS-Planungsgruppe unter der Leitung von Thomas Behning jetzt zusammen mit ersten Fakten zum pädagogischen Konzept und zur räumlichen Situation vorstellten.“Wir sind eine frische, neue Schule. Wir wollen frischen Wind in die Bramscher Bildungslandschaft bringen“, versprach Behning. Er verwies auf das Logo der neuen IGS, dass stilisierte Kinder mit emporgereckten Armen zeigt: „Ein positives Signal. Das sind lauter Sieger“.

Die neue IGS wird nach den Ferien maximal vierzügig an den Start gehen. Dementsprechend sind im ersten Stock des Realschulgebäudes vier Klassenräume plus Gruppenräume reserviert. Auf dieser Etage werden auch Verwaltung und Lehrerzimmer untergebracht. Fachräume und Turnhalle werden gemeinsam mit der Realschule genutzt. Im Bereich der digitalen Medien versprach Selle für den Schulträger eine „gute Ausstattung“. Für die sanierungsbedürftigen Fachräume im Realschulgebäude „werden wir Geld bereitstellen“, ergänzte er. Ein Konzept werde zurzeit erarbeitet.

Mehr als klassischer Unterricht

Die neue IGS geht als teilgebundene Ganztagsschule an den Start, das bedeutet Unterricht, unterbrochen durch eine Mittagspause, bis 15.40 Uhr am Dienstag und Mittwoch, am Montag und Donnerstag werden Arbeitsgemeinschaften angeboten. Hier gibt es unter anderem bereits Gespräch mit Sportvereinen vor Ort.

Im Rahmen des gebundenen Ganztags sollen am Dienstag besondere Profile angeboten werden, Angebote, die über den Stoff der klassischen Unterrichtsfächer hinausgehen. Das Profil „Ästhetik“ beschäftigt sich mit der nur auf den ersten Blick Kombination aus Kunst und Mathematik. Als Stichworte seien zum Beispiel der „goldene Schnitt“, Symmetrie oder Geometrie genannt. Die Werke von Paul Klee und sogar Leonardo da Vinci nannte Matthias Selle spontan. „Wir wollen damit bewusst ein Angebot schaffen, dass Jungen und Mädchen anspricht“, erläuterte Behning. Zweites Profil ist die „Europa-Klasse“, wo es unter anderem um Partnerschaften und Kontakte zu Schülern in anderen EU-Ländern gehen wird.

Ungewöhnliche Sportarten

Das Profil“Umwelt“ wird bewusst weit gefasst. Hier geht es ebenso um das Zusammenleben verschiedener Kulturen wie um den Einfluss jedes Einzelnen auf Lebensbedingungen und Zusammenleben.

Im Sportprofil sollen neben den bekannten, auch neue und ungewöhnliche Sportarten angeboten werden, auf dem Terminplan könnten auch Fahrten stehen. Ein theoretischer Teil wird das Angebot ergänzen.

Täglicher Bestandteil des Stundesplans wird „PerLe“ sein, die „Persönliche Lernzeit“, eine Fortsetzung dessen, was in den Grundschulen vielfach als Wochenplan bereits eingeführt wurde. Die Schüler sollen hier lernen, sich eigenverantwortlich Kenntnisse zu erarbeiten.

Von Beginn an wird es eine enge Zusammenarbeit mit dem benachbarten Greselius-Gymnasium geben, um begabten Schülern nach Abschluss der Sekundarstufe Eins einen reibungslosen Übergang in die gymnasiale Oberstufe zu ermöglichen. Dazu gehört auch die Einführung der zweiten Fremdsprache, in diesem Fall Französisch, in der sechsten Klasse.

Keine Noten bis zur achten Klasse

Ziffern-Noten wird es in der Gesamtschule bis zur achten Klasse nicht geben. An ihre Stelle treten sogenannte Lernentwicklungsberichte.

Und das Personal der neuen Schule? „Es liegen schon etliche Bewerbungen aus allen Schulformen vor“, berichtet Behning. Im ersten Jahr werden die Lehrkräfte zunächst an die neue Schule abgeordnet. Am 1. August wird ein kommissarischer Schulleiter eingesetzt, wobei Behning, unter allem gebotenen Vorbehalt meinte: „Das würde ich wohl machen“. Auch für die endgültige Besetzung der Schulleiterstelle „werde ich meinen Hut in den Ring werfen“, sagt der Leiter der Planungsgruppe weiter.

Eltern können individuelle Beratungstermine unter igsbramsche@web.de vereinbaren. Weitere Informationen bietet die Schule unter www.igsbramsche.de .