Dekade Biologische Vielfalt UN-Auszeichnung für CSA-Hof Pente

Von Holger Schulze

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Mit seiner Hofgemeinschaft, Bramsches Bürgermeister Heiner Pahlmann und Landrat Michael Lübbersmann freute sich Tobias Hartkemeyer (mit Mütze rechts im Bild) über die Auszeichnung der UN. Foto Holger SchulzeMit seiner Hofgemeinschaft, Bramsches Bürgermeister Heiner Pahlmann und Landrat Michael Lübbersmann freute sich Tobias Hartkemeyer (mit Mütze rechts im Bild) über die Auszeichnung der UN. Foto Holger Schulze

Pente. Der CSA-Hof Pente ist in die Reihe der „offiziellen Projekte der UN-Dekade Biologische Vielfalt“ aufgenommen worden.

Ein vielfältiges Kommen und Gehen herrschte am Freitagnachmittag auf dem Hof in Pente. Nicht nur, dass sich die 250 Mitglieder dieser „Gemeinschaftsgetragenen Landwirtschaft“ ihre Wochenkisten zusammenstellten und mitnahmen. Mit Landrat Michael Lübbersmann und Bürgermeister Heiner Pahlmann waren auch zwei Besucher aufgrund der Auszeichnung auf dem Hof.

„Schön, dass ihr prämiert wurdet und damit auch wahrgenommen werdet“, eröffnete Heiner Pahlmann die kompakte Reihe der Grußworte. Selbst seit dem Winter Mitglied dieser Form der Landwirtschaft, spürte der Bramscher Bürgermeister auf dem Demeterbetrieb von Tobias Hartkemeyer „eine unheimliche Vielfalt“ und zeigte sich „beeindruckt, was es selbst im Winter alles noch gab und wie voll die Kiste wurde“.

Ein „tolles Projekt“ zu sein bescheinigte ebenfalls Michael Lübbersmann dem Hof. Die Art der Landwirtschaft sei auch deshalb „ein beeindruckender und besonderer Ansatz, weil er zum Umdenken und zu einem neuen Blick auf die Werthaltigkeit von Natur und Landschaft“ anregen würde sowie letztendlich auch deutlich mache, welchen Einfluss das Verbraucherverhalten auf die Produktionsweise ausüben könne. Wie es auf dem Hof konkret aussieht, ließ sich Lübbersmann anschließend bei einem Rundgang erläutern.

Hartkemeyer selbst versteht und interpretiert die Auszeichnung wie folgt: „Die Auszeichnung geht sowohl an die Hofgemeinschaft, die Mitarbeiter, die Gärtner, Landwirte, Erzieherinnen, freiwilligen Helfern, Auszubildenden und Praktikanten.“ Aber vor allem gelte die Auszeichnung den 250 Mitgliedern des Projektes, die gemeinsam die Erhaltung der biologischen Vielfalt durch ihre Entscheidung, gemeinsam das Jahresbudget des Hofes zu tragen, ermöglichten. „Durch ihre monatlichen Beiträge schenken sie dem Hof ihr Vertrauen und Ermöglichen die Pflege und Kultivierung der Vielfalt“, sagte er. Der Hof biete durch das Konzept der „Gemeinschaftsgetragenen Landwirtschaft“ den Mitgliedern, aber auch Besuchergruppen, die Möglichkeit, direkt und praktisch zu erfahren, „was es bedeutet, gemeinsam Vielfalt zu erhalten.“ Diese Vielfalt könne hier jede Woche in Form von Lebensmittel von den Mitgliedern abgeholt werden. Sie könne aber auch auf dem Acker beobachtet, erlebt und sogar durch praktische Mithilfe erfahren werden. Der Hof sei ein Begegnungsraum geworden, der diese Erfahrungen auch Kindern öffne. Der Hof hat nicht nur eine eigene Kita, den Kinderbauernhof, sondern es kommen auch immer wieder Schulklassen , die hier über längere Zeit auch praktische Erfahrungen im Erhalt der Vielfalt sammeln. Es sei wichtig, dass Landwirte und Verbraucher ins Gespräch kommen, denn die Herausforderungen der Zukunft könnten nur gemeinsam gelöst werden, so Hartkemeyer.

Der CSA-Hof Pente nimmt wieder neue Mitglieder auf. Interessenten können sich bei zwei Hofführungen am 5. Mai ab 18Uhr und am 10. Mai ab 16 Uhr zu informieren.


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