Ausstellungstipp Katharina Krenkel Weich und warm: Häkelkunst im Tuchmachermuseum Bramsche

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Katharina Krenkel mit einem ihrer gehäkelten Kunstobjekte. Foto: Tuchmachermuseum/Rich SerraKatharina Krenkel mit einem ihrer gehäkelten Kunstobjekte. Foto: Tuchmachermuseum/Rich Serra

Bramsche. So sinnlich kann Kunst sein: Aus verschiedenen Materialien fertigt Katharina Krenkel bereits seit 25 Jahren mit der Häkelnadel handgroße bis raumfüllende Objekte. Noch bis zum 12. April sind ihre Arbeiten im Tuchmachermuseum in Bramsche zu sehen.

Das „Häkellabor“ (so der Titel der Schau) ist im Februar aus dem Museum „Tuch + Technik“ in Neumünster nach Bramsche gewandert. Katharina Krenkel, 1966 in Buenos Aires geboren und in Stuttgart aufgewachsen, hat die Ausstellung um fünf Arbeiten ergänzt, die sie aus einem roten, im Tuchmachermuseum gesponnenen Wollgarn gehäkelt hat.

Die Ausstellung ist weithin sichtbar, denn inzwischen bevölkern zahlreiche skurrile Objekte die Außenfassade und den Schornstein des Museums. „Schmarotzer“ nennt Katharina Krenkel diese Werke. Die Mutter von vier Kindern ist bereits seit 1989 als freischaffende Künstlerin tätig. Ihre Arbeiten sind in zahlreichen öffentlichen Sammlungen enthalten.

In Bramsche sind ungewöhnliche, manchmal kurios anmutende Gebilde zu sehen – etwa fragile Rettungsringe und überdimensional große Insekten. Sogar einen Totenkopf hat sie gehäkelt. Aufsehen erregt die Künstlerin derzeit auch mit ihrem Projekt „Busentopflappen“ . Über die Mutter aller Topflappen ist auch ein Fernsehbeitrag ausgestrahlt worden.

Die Ausstellung im Tuchmachermuseum am Mühlenort 6 ist dienstags bis sonntags von 10 bis 17 Uhr geöffnet. Der Eintritt beträgt 5 Euro (ermäßigt 3 Euro), Kinder bis 18 Jahre frei. Das 1997 eröffnete Museum zeigt auf mehr als 2000 Quadratmetern lebendige Industriegeschichte. Im Angebot auch verschiedene thematische Führungen.


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