Krippe und Gemeindehaus fertig St. Martinus Bramsche weiht zwei Neubauten ein

Von Holger Schulze


Bramsche. Passend zum Jubiläum 50 Jahre Kindergarten St. Martinus feierte die katholische Kirchengemeinde am Sonntag die Einweihung der Kinderkrippe und des Gemeindehauses „Forum Martinum“

Hell und großzügig sind die Räume im neuen Gemeindehaus. Bereits vom äußeren Anblick her farbenfroh empfängt einen das Krippengebäude . Der Einsegnung und Einweihung dieser beiden Neubauten war der Sonntagvormittag gewidmet.

Im Festgottesdienst unter freiem Himmel hob Generalvikar Prälat Theo Paul in seiner Predigt die Gemeinschaft stiftende Wirkung von St. Martinus hervor. „Klimafreundlich und generationsübergreifend“ nannte Theo Paul das solidarische Zusammenwirken in den verschiedenen Einrichtungen von St. Martinus. „Das Miteinander von Jung und Alt liegt Gott am Herzen“, betonte der Generalvikar. Das Zentrum St. Martinus verkörpere „diesen Gott der Generationen“.

Bei der sich an den Gottesdienst anschließenden Reihe von Grußworten übergab Superintendent Hans Hentschel als Zeichen der ökumenischen Verbundenheit einen massiven Kerzenständer. Die Kinder der Martinusschule hatten für die Einweihung zwei „Traumhausbilder“ gemalt. Der ehemalige Pfarrer von St. Martinus, Hubertus Hindemith, blickte auf weiter zurückliegenden Bauvorhaben zurück.

Ihre Glückwünsche zu dem „sehr beeindruckenden Großprojekt, das formschön, zweckmäßig und ökologisch auf dem neusten Stand und damit eine zukunftsweisende Investition“ sei, übermittelte Bürgermeisterin Liesel Höltermann.

Weitere Grußworte sprachen Vertreterinnen und Vertreter des Diözesan Caritasverbandes, der umliegenden Kindertagesstätten und Familienzentren, ebenso von evangelischen und katholischen Kirchengemeinden und von der KFD Bramsche. Eine persönliche Zuwendung in Form einer Nestschaukel übergaben Imke und Bert Märkl.

Als Letzter ergriff Architekt Axel Mutert das Wort, stellte die neuen Gebäude ein wenig vor und übergab symbolisch die Türschlüssel an die Krippenleiterin Monika Kramer und Pfarrer Tobias Kotte.

Am Samstagnachmittag wurden 50 Jahre Kindergarten St. Martinus sowie das Pfarrfest der drei katholischen Bramscher Gemeinden gefeiert. Torwandschießen, Kegeln, Klamottenstaffel, Säurefluss, Sackhüpfen, Hüpfburg, Kreativecke, Kinderschminken, Tombola sowie Knobeln für die Erwachsenen, die Liste der Mitmachmöglichkeiten beim bunten Programm des Samstagnachmittags war lang.

Bei einer Rallye mit kniffligen Fragen mussten unter anderem der Name der Gemeindeassistentin erforscht, die Hausnummer des Pfarrers herausgefunden oder die Fenster der Kirche richtig abgezählt werden. Als Höhepunkt des Festes beschloss eine große Spielshow den Samstagnachmittag. Kistensingen, Kioskspiel und Säurefluss, lauteten hierbei die Oberbegriffe der verschiedenen Unterhaltungselemente.

Bei dem zuerst genannten Spiel ging es darum, möglich schnell nach der Bekanntgabe eines vorgegebenen Buchstaben zu einer Kiste zu rennen und von dort aus das mit diesem Buchstaben beginnende Lied vorzutragen. Dabei traten eine Frauen-, eine Männer- sowie eine Jugendmannschaft gegeneinander an. Die zusätzliche Schwierigkeit beim Kistensingen bestand allerdings darin, eine den jeweiligen Teams zugeteilte Gruppe aus dem Publikum zum Mitsingen zu bewegen. Stücke, die nur der Sänger auf der Kiste kannte, führten demnach nicht zum Punktgewinn.

Begrifferaten nach Pantomime verbarg sich hinter dem Kioskspiel. Und beim Säurefluss war Balance gefragt. Sechs Mitglieder einer Mannschaft mussten auf fünf Getränkekisten einen imaginären Säurefluss überqueren, wobei stets jede Kiste belastet sein musste, weil sie ja sonst davon schwamm, und auch kein Teilnehmer den Boden, sprich die Säure, berühren durfte.

Eine amerikanische Versteigerung brachte die glücklichen Gewinner in den Besitz eines sogenannten Familienpakets, bestehend aus Freikarten für ein VfL-Spiel, aus einem Trikot mit Unterschriften der Spieler, einem Fernseher sowie einem Rundflug im Segelflugzeug, eben für die ganze Familie etwas.