Stefanie Uhlenkamp im Interview Bramscher Jugendparlament wird im Juli gewählt

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Stefanie Uhlenkamp
              
              Foto:Hildegard Wekenborg-PlackeStefanie Uhlenkamp Foto:Hildegard Wekenborg-Placke

Bramsche. Noch vor den Sommerferien sollen die Jugendlichen in Bramsche ihr eigenes Parlament wählen. Im Herbst könnte dann mit der Arbeit begonnen werden. Das sagt Stadtjugendpflegerin Stefanie Uhlenkamp.

Frau Uhlenkamp, Bramsche soll ein Jugendparlament bekommen. Wann soll gewählt werden und wie ist der Stand der Vorbereitungen?

Kurz vor den Sommerferien, im Juli, soll gewählt werden. Per Briefwahl, aber auch in den Jugendzentren und in den Schulen werden Wahlurnen stehen. Man bekommt die Wahlunterlagen nach Hause. Zusammentreten könnte das Jugendparlament dann eigentlich schon im Herbst.

Wer darf wählen, wer darf kandidieren?

Alle von zwölf bis 18, die in Bramsche wohnen, dürfen wählen. Kandidieren darf man von 14 bis 18.

Wie können sich die jungen Leute informieren?

Es gibt einen Flyer, in dem wir aber bewusst auf den Begriff Jugendparlament verzichten. Den Namen sollen die Jugendlichen selbst bestimmen. Vielleicht möchten sie ja Jugendforum oder Jugendrat heißen. Wir machen Infoveranstaltungen, wir gehen in die Schulen, machen Workshops mit Klassen und sprechen die Schülervertretungen an, weil die als Multiplikatoren gut Werbung machen können. Ich selbst mache zurzeit eine Weiterbildung zur Moderatorin für Kinder- und Jugendbeteiligung.

Wie gewinnt die Jugendpflege Kandidaten? Gehen Teams in die Jugendzentren und –treffs?

Wir sprechen direkt Leute an und fragen, ob jemand Lust hat. In den Klassen vermitteln wir auch immer: „Du kannst Kandidat sein!“ Wenn man kandidieren möchte, kann man sich an uns wenden und wir unterstützen die Leute dann. Vielleicht sind unter den Teilnehmern von „Jugend in die Kommunalpolitik“ ja auch einige, die mitmachen möchten...

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Kristallieren sich bei den Infoveranstaltungen schon Themen heraus, die den Jugendlichen auf den Nägeln brennen?

Wir wollen keine Themen ansprechen, die wir nicht lösen könnten. Als Negativbeispiel sei nur einmal ganz plakativ „Disco in Bramsche“ gennat, wo jeder aufspringen würde. Damit würden wir aber höchstens Erwartungen wecken, die wir nicht einlösen können. Wir müssen mal sehen, welche Themen sich ergeben. Nahverkehr zum Beispiel. Manchmal sind es auch so kleinere Sachen, der Bolzplatz in der Ecke, der keine vernünftigen Tore hat.


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