585000 Euro bis 2018 Essensräume erst für Kita Im Sande, dann für Achmer

Essen im Gruppenraum – das soll in der Kita Im Sande bald der Vergangenheit angehören. BN-Archivfoto: Hildegard Wekenborg-PlackeEssen im Gruppenraum – das soll in der Kita Im Sande bald der Vergangenheit angehören. BN-Archivfoto: Hildegard Wekenborg-Placke

Bramsche. Im Sande vor Achmer, Awo/Geschwister-Scholl-Straße und Engter. So sieht die Prioritätenliste für den Ausbau von Essensräumen in den Bramscher Kindertagesstätten aus, der der Sozialausschuss des Stadtrates jetzt zustimmte. Im Investitionsprogramm bzw. im Haushalt 2015 sind dafür bis 2018 rund 585 000 Euro veranschlagt.

Bei der Vorstellung der Liste erläuterte der Leiter des Fachbereichs 3, Wolfgang Furche, dass derzeit schon in 14 von 16 Kindertagesstätten ein Mittagessen angeboten wird.Täglich sind dies rund 480 Portionen, Tendenz steigend.Täglich sind dies rund 480 Portionen, Tendenz steigend. Das Problem ist in vielen Einrichtungen der Platz.

Besonders eng ist es in der evangelischen Kindertagesstätte in Achmer. Davon überzeugten sich jüngst auch Vertreter der neuen Mehrheit im Rat bei einem Informationsbesuch. Die Kinder müssen im Eingangs- und Durchgangsbereich essen. Kinder, die ihre Jacken und Schuhe von der Garderobe holen, Mitarbeitende, die in angrenzende Räume wollen, lassen keine ruhige Essensatmosphäre zu. Erschwerend kommt hinzu, dass während der Mittagszeit regelmäßig die Fluchtwege versperrt sind. Um hier Abhilfe zu schaffen, ist die Kirchengemeinde bereits aktiv geworden, Ein Architekturbüro erstellte Pläne, im Außenbereich wollen auch die Eltern mit Hand anlegen. Parallel dazu sollen in einer ersten Tranche 2015 90 000 Euro für Achmer eingestellt werden, zu denen 2016 weitere 30 000 Euro eingeplant sind.

Wegen des Umfangs und der Komplexität dieser Baumaßnahmen hat der Kindergarten Im Sande die Achmeraner allerdings auf Platz 2 der Liste verdrängt. In der Einrichtung in der Gartenstadt kann der bereits vorhandene Lichthof relativ schnell, unkompliziert und kostengünstig zum Essensraum umgebaut werden. 60000 Euro sollen hierfür im Haushalt 2015 eingestellt werden.

Anders als in Achmer und beim Kindergarten Im Sande liegen für die Kita der Awo an der Geschwister-Scholl-Straße noch keine konkreten Pläne und Kostenermittlungen vor. Klar ist nur, dass auch hier etwas passieren muss.

Nicht nur ein Essensraum, sondern gleich eine Renovierung im großen Stil steht nach 42 Betriebsjahren in Engter mit der alten Kita an der Kampstraße, jetzt „Kita Wirbelwind“, an. Nach Architektenschätzungen kommen hier wohl 260000 bis 300000 Euro zusammen, wovon die St.-Johannis-Kirchengemeinde einen Eigenanteil von 100 000 Euro übernehmen will. Über den genauen Anteil der Stadt soll frühestens im Haushalt 2017 entschieden werden.

Der Sozialausschuss zeigte sich von der Notwendigkeit aller Maßnahmen überzeugt und billigte den Vorschlag einstimmig. „Wir müssen dringend was tun“, sagte Ute Severit-Wobker (SPD).

An die Fraktionen verwiesen wurde der Wunsch der Awo-Kita Lappenstuhl, die Einrichtung einer Krippe zu prüfen. Filiz Polat (Grüne) sah dort allerdings „keinen Spielraum“.


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