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Nachtschicht ausgesetzt IG Metall: Erste Warnstreiks in Bramsche und Bremen

Von dpa

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Osnabrück/Bremen. Die IG Metall hat mit Ende der Friedenspflicht mit ersten Warnstreiks auf den Tarifkonflikt reagiert. In Bramsche, Bad Iburg, Georgsmarienhütte und Bremen ruhte die Arbeit.

Die IG Metall hat mit Ende der Friedenspflicht mit ersten Warnstreiks auf den Tarifkonflikt reagiert. „Die Arbeitgeber müssen nachlegen“, sagte Meinhard Geiken, IG Metall-Bezirksleiter Küste, am Donnerstag bei einer Kundgebung vor dem Tor des Bremer Daimler-Werkes. „Wer ein solches Angebot macht, setzt nicht auf Kompromisse, sondern provoziert die Beschäftigten.“ Auch Osnabrücks IG Metall-Chef Peter Spiekermann fand in Bramsche deutliche Worte: „Das Angebot der Arbeitgeber ist eine Unverschämtheit, die die Beschäftigten vor die Werkstore treibt. Offensichtlich brauchen die Arbeitgeber aber erst Warnstreiks, um sich am Verhandlungstisch dann bewegen zu können.“

Die Nachtschicht-Arbeiter der Firmen Essex Germany GmbH und Nexans Deutschland GmbH in Bramsche und rund 100 weitere Kollegen aus Spätschicht sowie Delegationen aus anderen Betrieben hatten die Arbeit niedergelegt.

Die beiden Betriebsräte der Bramscher Werke, Michael Wessels sowie Jürgen Krüger, freuten sich über die hervorragende Beteiligung. Beide betonten, dass insbesondere eine neue und bessere Altersteilzeitregelung vereinbart werden müsse. “Wenn die Arbeitgeber die Altersteilzeit nur als Problemlösung für diejenigen ansehen, die nicht mehr können und zukünftig alleine darüber entscheiden wollen, wer früher raus darf, dann ist das eine Provokation. Unsere Kolleginnen und Kollegen brauchen dringend einen geregelten Ausstieg zu fairen Konditionen aus dem Arbeitsleben“ betonten die Betriebsräte.

Auch in Bad Iburg und Georgsmarienhütte folgten rund 100 Arbeiter der Firmen Vornbäumen-Stahlseile und Paal für gut 30 Minuten dem Streik.

Die Tarifparteien hatten sich auch in der zweiten Verhandlungsrunde nicht angenähert. Die Gewerkschaft fordert eine Entgelterhöhung von 5,5 Prozent, die Arbeitgeber bieten 2,2 Prozent. In ganz Deutschland waren Nachtschichten zu kurzfristigen Arbeitsniederlegung aufgerufen.


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