Wieder Zufallsfund am Moorweg Amerikanische Splitterbombe in Pente entschärft

Erneut wurde am Moorweg an der Stadtgrenze zwischen Bramsche und Wallenhorst ein Blindgänger aus dem 2. Weltkrieg entdeckt. Das Gebiet ist dünn besiedelt. Foto: Marcus AlwesErneut wurde am Moorweg an der Stadtgrenze zwischen Bramsche und Wallenhorst ein Blindgänger aus dem 2. Weltkrieg entdeckt. Das Gebiet ist dünn besiedelt. Foto: Marcus Alwes

Pente. Der Fund einer amerikanischen Splitterbombe aus dem 2. Weltkrieg hat den Kampfmittelräumdienst, die Polizei, die örtliche Feuerwehr sowie Fachleute und Ordnungsbehörden am frühen Samstagnachmittag im Stadtteil Pente in Atem gehalten.

In einem Waldstück am Moorweg – hier gab es ganz in der Nähe bereits im vergangenen November einen großen Entschärfungseinsatz – war der Sprengkörper zuvor von einem Anwohner zufällig bei Gartenarbeiten mit einem Spaten entdeckt worden. Gegen 10 Uhr morgens. „Von dem Objekt wurde dann ein Foto gemacht und sofort an den Kampfmittelräumdienst geschickt. Dieser hat es als amerikanische Splitterbombe eingeschätzt und ist umgehend angerückt“, so Martin Holtmeyer von der Polizeidirektion in Osnabrück: „Die Entschärfung ist reibungslos verlaufen. Gegen 14.55 Uhr war der Einsatz beendet. Die Sperrungen wurden aufgehoben.“

Auf größere Evakuierungsmaßnahmen konnte diesmal im Dreieck zwischen Pente, Wallenhorst und der Bundesstraße 68 verzichtet werden. „Nur ganz wenige Häuser waren am Moorweg von einer Räumung betroffen“, so Holtmeyer über den Radius, der ca. 300 Meter um die Fundstelle herum gezogen worden war: „Außenstehende haben von diesem Einsatz kaum etwas mitbekommen.“


Wir meinen:

„Eine erste Bombenentschärfung im November in Achmer. Eine zweite in Pente. Nun eine weitere am Moorweg. Blindgänger aus dem 2. Weltkrieg, englische und amerikanische Sprengkörper. Und das Ende der Fahnenstange dürfte noch nicht erreicht sein.

Denn genau hier – an der heutigen Stadtgrenze von Bramsche nach Wallenhorst – gab es damals offenbar allerlei Kampfhandlungen zwischen den Fliegern der alliierten Streitkräfte und der deutschen Wehrmacht. Auch weil die benachbarten Flugplätze in Achmer und Hesepe strategisch wichtige Angriffsziele für Engländer und Amerikaner waren.

Es macht also Sinn, dass Experten und kommunale Vertreter aus Bramsche und Wallenhorst in den nächsten Monaten noch einmal ganz genau hinschauen, wo hier eventuell noch mehr Unheil im Boden schlummert – und gegebenenfalls reagieren.“

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