BN-Monatsrückblick Bomben, Schulen, Windkraft - Bramsche im November 2014

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bjd  Bramsche. Es gibt Themen, die begleiten die Bramscher das ganze Jahr hindurch: Die Entwicklung des Krankenhauses und der Schulen, die Planungen zur Ansiedlung von Windkraftanlagen. Neu im November, aber in Zukunft womöglich öfter auf der Tagesordnung: Die Entschärfung von Blindgängern. Der BN-Monatsrückblick.

Insgesamt drei Bomben – Überbleibsel aus dem 2. Weltkrieg – mussten in Bramsche innerhalb von 24 Stunden entschärft werden. In Achmer war ein Blindgänger auf dem Deuka-Gelände bei routinemäßigen Untersuchungen gefunden worden.  Zwei weitere Blindgänger wurden in Pente unschädlich gemacht.  Auf diese hatte Erich Küpker hingewiesen: Als er hörte, dass eine Waldfläche in unmittelbarer Nähe seines Hauses gerodet werden soll, erinnerte er sich daran , dass am 6. Dezember 1944 Bomben über diesem Gebiet abgeworfen worden waren. Alle aufgefundenen Bomben wurden durch den Kampfmittelbeseitigungsdienst entschärft, nachdem Mitarbeiter der Stadt, der Feuerwehren und der Polizei die notwendigen Vorkehrungen getroffen hatten.

Die in Bramsche geplanten Windparks haben die nächste Hürde genommen: Der Ausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt hat einstimmig die Auslegung des geänderten Flächennutzungsplanes beschlossen.  In der Sitzung hatten sich zuvor die Ortsräte von Lappenstuhl und Epe gegen die Planungen ausgesprochen. Die nur am Rande betroffenen Schleptruper und der Ortsrat Kalkriese waren dafür. Die Kalkrieser sind sogar noch einen Schritt weiter: Hier wurde die Auslegung des Bebauungsplanes beschlossen, der ganz konkret festlegt, wann welches der zwölf Windräder wie lange laufen darf und welche Ausgleichsmaßnahmen vorgesehen sind.  Für den südlichsten Bereich der Gemeinde Neuenkirchen-Vörden gibt es unterdessen ebenfalls Pläne zur Schaffung eines Windparks.  Und auch in Rieste gibt es Überlegungen, Windkraftanlagen zu errichten.  

Vorausgesetzt, die IGS kommt im nächsten Sommer in Bramsche, was wird dann aus den anderen Sekundarschulen? Die Verwaltung hat dazu eine Vorlage erarbeitet, die aber nicht die Billigung der Mehrheit im Stadtrat findet: CDU-FDP-Ballmann-Gruppe und Grüne lehnen die dort vorgeschlagene Auflösung der Realschule und Umwandlung der Hauptschule in eine Oberschule ab . Mit dem Thema beschäftigt sich der Bramscher Schulausschuss in seiner Sitzung am Dienstag, 2. Dezember - Fortsetzung folgt also im nächsten BN-Monatsrückblick.

850 Menschen sind derzeit in der Erstaufnahmeeinrichtung für Asylsuchende in Hesepe untergebracht. „Die Situation ist angespannt“, sagt Einrichtungsleiter Conrad Bramm.  Mehr Mitarbeiter sollen eingestellt, weitere Container errichtet werden. Kapazitäten sollen für bis zu 1000 Personen bereitgestellt werden. Landesinnenminister Boris Pistorius verspricht schnelle Hilfe.  Derweil soll in Osnabrück eine weitere Erstaufnahmeeinrichtung eröffnet werden.

Die Innere Abteilung im Bramscher Krankenhaus bietet unverändert das ganze Leistungsspektrum an. Darauf verweist Chefarzt Michael K. Müller, der wie sein Leitender Oberarzt Peter Mailänder mit dieser Feststellung auf die Unruhe reagiert, die durch den Strukturwandel ohne Chirurgie im Haus entstanden ist.  Müller hält das neue Konzept in Verbindung mit der Psychiatrie für voll zukunftsfähig.  Ihren ehrenamtlichen Dienst im Krankenhaus wollen allerdings die Grünen Damen nach 24 Jahren aufgeben. Gründe: die Umstrukturierung des Hauses und eine schlechte Kommunikation seitens des Trägers.

Die Katholiken in Bramsche, Lage-Rieste und Vörden haben  die Mitglieder ihrer neuen Kirchenvorstände und Pfarrgemeinderäte bestimmt.  5271 Wahlberechtigte gab es in Bramsche, 339 Katholiken folgten dem Aufruf zum „Aufkreuzen“, wie das bistumsweite Motto zum Urnengang gelautet hatte.  Die Wahlbeteiligung lag damit bei 6,4 Prozent. Immerhin 18,5 Prozent der katholischen Gemeindemitglieder nahmen in Lage-Rieste ihr Wahlrecht wahr, in Vörden waren es 11,6 Prozent.

Der CDU-Stadtverband Bramsche hat eine neue Führungsspitze: Bei der Mitgliederversammlung im Saal Rothert ist Imke Märkl (51) zur neuen Vorsitzenden gewählt worden.  Sie folgt auf Gert Borcherding, der nicht mehr kandidierte.

Im Beisein vieler Gäste aus dem öffentlichen Leben ist der neue Jugendtreff in der Gartenstadt  eröffnet worden. Jugendliche und junge Erwachsene hätten sich in der früheren Hausmeisterwohnung der Realschule „ein zweites Wohnzimmer geschaffen“ meinte Stadtjugendpflegerin Stefanie Uhlenkamp.

Mit einem Empfang  ist der neue Bürgermeister Heiner Pahlmann in sein Amt eingeführt worden. „Vertrauen und Offenheit“ wünsche er sich als Leitmotto für seine Amtszeit.  Pahlmann bietet nun regelmäßig Bürgersprechstunden an.


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