Nach der Arbeit: Ofen an Margret Gausmann organisiert den Adventsmarkt Engter mit

Von Holger Schulze

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Wenige Tage vor dem Adventsmarkt waren die Buden noch leer. Das wird am Sonntag anders sein. Dann allerdings wird Margret Gausmann nicht mehr drinstehen – ihre Aufgaben liegen woanders. Foto: Holger SchulzeWenige Tage vor dem Adventsmarkt waren die Buden noch leer. Das wird am Sonntag anders sein. Dann allerdings wird Margret Gausmann nicht mehr drinstehen – ihre Aufgaben liegen woanders. Foto: Holger Schulze

Engter. Wenn am Sonntag im Anschluss an den Gottesdienst der Adventsmarkt in Engter gegen 12 Uhr eröffnet wird, dann bekommt Margret Gausmann hiervon nur am Rande etwas mit. Obwohl sie dann bereits seit mehreren Stunden das Marktgeschehen organisiert und ordnend begleitet. Gemeinsam mit Siegfried Görtemöller ist Margret Gausmann an diesem Tag „die Kraft für alles“, wie sie sich selbst bezeichnet.

Ihr sonntäglicher Tagesablauf beginnt um neun Uhr, „da öffne ich das Gemeindehaus für die Marktbeschicker, helfe hier und dort und beantworte vor allem Fragen“. Wo ist die Waffelbude? Wo bekomme ich Strom her? Da oben ist kein Licht! Wo kommen die Stutenkerle hin?, sind Beispiele dafür.

„Wo ist dies, wo ist jenes?“, so geht es für Margret Gausmann dann den ganzen Tag weiter. „Zwischendurch versuche ich mit Siegfried Görtemöller, meiner rechten Hand, mal eine Tasse Tee zu trinken, doch der wird meistens kalt“, hat Gausmann die Erfahrung in den vergangenen Jahren gemacht.

„Ab 15 Uhr wird es dann nochmals etwas kribbelig. Beim Auftritt des Kinderchores kommt es darauf an, dass die Lautsprecheranlage funktioniert. Auch der anschließend auftretende Posaunenchor will seinen Platz angewiesen bekommen. Gegen 17 Uhr muss ich dann dafür sorgen, dass die Kutsche vom Nikolaus den richtigen Weg findet. Anschließend helfe ich dem Nikolaus beim Verteilen der Süßigkeiten an die Kinder“, so geht der Tag für Gausmann bis in den frühen Abend hinein weiter.

Ab 18 Uhr wird es zwar etwas ruhiger, doch Schluss ist noch lange nicht. Bei einem letzten Rundgang durch das Budendorf und die Stände im Gemeindehaus werden die Standgelder kassiert. Erst gegen 21, 21.30 Uhr endet schließlich der Tag von Margret Gausmann auf dem Adventsmarkt. Nachdem alle Fenster geschlossen und das Licht ausgeschaltet ist, geht es auch für sie nach Hause.

„Danach beginnt für mich wirklich die Adventszeit. Nach Hause gehen, den Ofen anmachen, in Ruhe einen Tee trinken, die erste Kerze am Kranz anzünden und mich fragen, ob ich das auch im nächsten Jahr noch mal machen will“, hiermit findet dann schließlich auch für Gausmann der Adventsmarkt von Engter seinen Abschluss.

Seit zehn Jahren ist diese Frage, ob sie im nächsten Jahr denn wohl wieder will, von Gausmann immer positiv beantwortet worden. „Wir genießen ja auch den Trubel, es macht Spaß, und ein wenig Stolz ist schon auch dabei, wenn alles gut geklappt hat“, all dies hat sie immer wieder am ersten Advent um neun Uhr das Gemeindehaus aufschließen lassen.


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