Zeremonie an St. Martin Toten-Gedenken an einem lebendigen Ort in Bramsche

Von Björn Dieckmann


Bramsche. In früherer Zeit gab es rund um die St.-Martins-Kirche einen Friedhof. Nun, bedingt durch die Bauarbeiten in der Altstadt, kamen bei der Neugestaltung der Kirchhofstraße einige sterbliche Überreste längst Verstorbener wieder zum Vorschein. Superintendent Hans Hentschel und Pastorin Stephanie Seger nahmen den Totensonntag zum Anlass, ihrer noch einmal zu gedenken.

Die Knochenfunde bei den Sanierungsarbeiten waren erwartet worden. Sie waren kein Fall für die Archäologen und Historiker. Aber: „Wir haben den Menschen, die hier beigesetzt waren, ihre letzte Ruhe mit den Bauarbeiten genommen. Jetzt geben wir sie ihnen wieder zurück“, sagte Hentschel bei einer Zeremonie auf dem Kirchplatz vor rund 15 Gläubigen – die Gedenkfeier war bewusst klein gehalten worden.

Mitarbeiter der Firma Dallmann hatten laut Hentschel die Aufgabe übernommen, die aufgefundenen Knochen wieder unter die Erde zu bringen. Ein Kreuz auf der Rasenfläche vor der Kirche, angefertigt von Küster Hannes Wasmuth, erinnert an die hier beigesetzten Menschen – „an einem lebendigen Ort wie diesem gedenken wir unserer Toten, auch wenn sie für uns heute namenlos sind“, erklärte Pastorin Seger die Wahl des Standortes für das Kreuz direkt am Kirchplatz. Es wurde gefertigt aus dem Holz einer Linde, die vor der Kirche gefällt worden war.