Maßnahmen zur Stärkung der City WLAN für alle in der Bramscher Innenstadt


Bramsche. Vom Zukunftsfonds des Landkreises zur Stärkung der Innenstädte profitiert auch Bramsche: Für ein Maßnahmenbündel, das unter anderem die Schaffung von WLAN-Hotspots in der Innenstadt vorsieht, gibt es allerdings nicht, wie von der Neuen Mehrheit angekündigt, 20000 Euro, sondern eine Teilförderung in Höhe von 6400 Euro.

Die Kürzung sei auf die hohe Teilnehmerzahl zurückzuführen, erläutert der städtische Wirtschaftsförderer Klaus Sandhaus. Partner bei diesem Projekt sind der Förderkreis Freundliches Bramsche und die Stadtmarketing GmbH. Die Wettbewerbsbedingungen sehen eine finanzielle Beteiligung der Stadt sowie eines weiteren Partners, in diesem Fall der Förderkreis, vor, sodass für das Maßnahmenbündel ein Gesamtvolumen von 16000 Euro zur Verfügung steht.

Auf dem Kirchplatz und auf dem Münsterplatz sollen die Hotspots eingerichtet werden. Kunden sollen so die Chance bekommen, sich mit ihrem Smartphone online über das Angebot des Bramscher Einzelhandels zu informieren. „Wir werden dazu vermutlich die OS-App nutzen“, kündigt Sandhaus an. Wer dann auf dem Handy die Hose oder die Schuhe seiner Wahl findet, der kann gleich ins Geschäft gehen und gezielt danach fragen, schildert Sandhaus den netzgestützten Einkauf in der Bramscher Innenstadt.

Der Wirtschaftsförderer verweist auf die zunehmende Bedeutung des Onlinehandels. Etwa zehn Prozent des Umsatzes werde inzwischen über das Internet getätigt. „Da treibt uns die Sorge um“, weiter an Boden zu verlieren, sagt Sandhaus. Es sei aber wichtig, die neuen technischen Gegebenheiten „mehr als Chance denn als Gefahr“ zu sehen. Auch der Aufbau eigener mobiler Seiten, etwa um Tourismusangebote vorzustellen, sei geplant.

Längere Öffnungszeiten

Wolfgang Kirchner als Geschäftsführer der Stadtmarketing GmbH benennt die Öffnungszeiten als weiteren Baustein der neuen Initiative zur Stärkung der Innenstadt. „Das ist ja ein nicht immer erfreuliches Thema“, weiß Kirchner um die Uneinigkeit in der Kaufmannschaft. Immerhin hätten sich aber insgesamt 30 Betriebe bereit erklärt, samstags bis 16 Uhr zu öffnen. „Der allergrößte Teil der Betriebe“ sei auch dabei geblieben. In der jetzt beginnenden Adventszeit würden noch mehr Betriebe mitmachen, danach soll dieser Trend verfestigt und durch entsprechende Plakate und Flyer bekannt gemacht werden.

Geplant sei auch ein Einkaufsführer mit QR-Codes, die ins Handy eingelesen werden können. „Für die Kaufmannschaft ist das ganz wichtig, dass die Leute das Angebot online und mobil einsehen können“, begrüßt Bernd Twenhäfel als Vorsitzender des Förderkreises Freundliches Bramsche die Initiative. Die verlängerte Öffnungszeit bis 16 Uhr am Samstag hat sich aus seiner Sicht bereits jetzt bewährt: „Samstags ist deutlich mehr Leben in der Stadt.“

Zur Aufenthaltsqualität in der Innenstadt gehöre auch ein gutes gastronomisches Angebot, mahnt Twenhäfel eine schnelle und gute Lösung für die „Alte Post“ an. Der Traditionsbetrieb ist ab Januar für zunächst eine gründliche Sanierung geschlossen, für die Zeit danach wird ein neuer Partner gesucht. Bisher liegt eine Bewerbung vor.

Es sei wichtig, beim Thema Onlinehandel wachsam zu bleiben, begrüßte Bürgermeister Heiner Pahlmann die Initiative. „Nicht klagen, sondern machen“ sei dabei das beste Motto.


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