Drei Veranstaltungen in Bramsche Stimmungsvoller Start in den Basar-Reigen in Bramsche

Von Holger Schulze

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Evinghausen/Kalkriese/Bramsche. Am letzten Wochenende vor dem ersten Advent boten sich in Bramsche bereits gleich drei Möglichkeiten, sich auf zwei Basaren und einem Kunsthandwerkermarkt schon einmal für das anstehende Fest mit Geschenken aller Art einzudecken.

In der Reihenfolge der Größe ihrer Angebote aufgezählt, lockten die Waldorfschule Evinghausen, die Hauptschule sowie der Campingplatz Waldwinkel ihr jeweiliges Publikum an die Verkaufsstände und zu den übrigen Angeboten. In Evinghausen ist der Basar eine Großveranstaltung mit langjähriger Tradition und Besuchern aus einem weitläufigen Einzugsgebiet. Eingespielt geht es dort nicht nur aufgrund der Tatsache zu, dass in jährlicher Regelmäßigkeit die Jagdhornbläser des Hegerings Engter die Veranstaltung mit einer geblasenen „Begrüßung“ eröffnen, nachdem zuvor die Hobby-Funker Bramsche wie so oft die Verkehrsströme sicher auf die umliegenden Parkplätze dirigiert hatten.

Evinghausen: 800 Helfer

Allein die Helfergemeinschaft nur am Öffnungssamstag wird vom organisierenden Basarkreis auf eine Größenordnung von um die 800 Mitwirkenden eingeschätzt. Da wurden neben der Eisbärattrappe im Wintercafé Kuchen und Heißgetränke offeriert. Im Bauernhaus musizierten Bands aus dem großen Umfeld der Schule. Schülerinnen der Oberstufe unterhielten im Outfit einer Winterfee inmitten einer Schneekulisse die Kleinsten mit Märchen. Wie stets war in der Sporthalle der Schule ein umfangreiches Warenangebot vorzufinden, das überwiegend von Elternhand in ungezählten Stunden im Vorfeld des Basars hergestellt worden war. Pizza, deftiger Eintopf und Bio-Bratwurst zu ebensolchen Kartoffelecken stellten nur einen kleinen Ausschnitt der kulinarischen Köstlichkeiten dar. In der Schmiede glühte das Eisen, und der Holzofen lieferte die Brote.

„Man braucht eigentlich den ganzen Tag, um alles zu sehen“, und in diesem Jahr sei von allen Seiten besonders engagiert mitgemacht worden, war aus dem Basarkreis zu vernehmen. Es darf also wieder mit einer respektablen Spende der Elternschaft an die Schule gerechnet werden, die in die Finanzierung des Förderbereichs fließen soll sowie bei der Modernisierung der Ausrüstung für das Feldmesspraktikum eingesetzt wird.

Im Alten Dreschhaus

Familiär hingegen präsentierte sich der Basar im „Alten Dreschhaus“ beim Campingplatz Waldwinkel. Dessen Betreiber Kai Stickelbroeck ist nun auch Pächter des Dreschhauses und veranstaltete daher zum ersten Mal seinen Basar in den winterfesten Räumlichkeiten. Kunsthandwerk von zehn Ausstellern, Kaffee und Kuchen, dazu Kutschfahrten und die Bastelecke für die Kinder sowie der Nikolaus im Laufe des Nachmittags bildeten den äußeren Rahmen des Basars in Kalkriese.

„Es ist eine schöne Einleitung in die Vorweihnachtszeit und ein Abschluss der Saison mit unseren Dauercampern und anderen Gästen“, wies Kai Stickelbroeck auf den Charme und Charakter seines Basares hin.

Kunst in der Hauptschule

Ihre Premiere als Schulleiterin erlebte in diesem Jahr Sandra Castrup mit dem Kunsthandwerkermarkt das Wochenende über. „Es ist ein sehr schönes Gefühl, wenn man merkt, es läuft, es kommen ganz viele tolle Aussteller mit einem abwechslungsreichen Sortiment und auch dementsprechend viele Besucher hierher. Dann macht so etwas Spaß“, gab Castrup ihr Premierengefühl wieder.

Drei Räume mehr für einen Zuwachs um neun weitere Stände waren die Neuigkeiten aus der Statistik. Auch konnten diesmal etliche jüngere Aussteller hinzugewonnen werden.

Zu den langjährigen Stammgästen des Marktes zählten Lore und Eberhard Bronst, die sich zudem mit künstlerisch geschulten Augen umsahen. „Schon mal die von den Schülern selbst gefertigten Bilder sind sehr beeindruckend“, lobte das Ehepaar den visuellen Eindruck kurz hinter dem Eingang zum Kunsthandwerkermarkt. Auch sei „von den kleinsten bis zu den großen Objekten, selbst für anspruchsvolle Kunden, für jeden etwas dabei, und dies auch preiswert“, zollten die beiden Besucher dem Markt weitere Anerkennung, nicht ohne die freundliche und nette Bedienung im Café durch die Schüler zu erwähnen.

Und damit ist der Bogen zu einer der aktivsten Mithelferinnen dieses Marktes geschlagen. Marlies Breithaupt, seit Jahren die Managerin der gesamten Verköstigung, wirkte auch diesmal wieder mit ihrer jugendlichen Unterstützungsgruppe zwar im Hintergrund, doch an so wichtiger Stelle. Denn nicht nur Schmuck und Gestecke, Holzarbeiten und gestrickte Strümpfe, Marmeladen und Liköre, Keramik, Kissen und vieles mehr von den Anbietern hinter den Verkaufsständen geben einem solchen Markt sein Gesicht.

Es sind ebenso die fleißigen Helfer im Hintergrund, die für das leibliche Wohl sorgen und damit zur Atmosphäre beitragen. Und diesbezüglich verdiente sich Marlies Breithaupt nicht nur das ausdrückliche Lob der neuen Schulleiterin, sondern dankte auch selbst ihrem Team: „Die Schülerinnen und Schüler aus den Klassen fünf bis zehn sind wirklich mit dabei, machen ihre Arbeit effektiv, zuverlässig, höflich und pünktlich. Ohne sie wären wir verloren.“


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