Teilnahme an Onlinewettbewerb Langer Abend der Mathematik im Bramscher Gymnasium

Von Holger Schulze


Bramsche. Die „Lange Nacht der Mathematik“ ist eine von Neumünster ausgehende Onlineaktion, die in ihrer inzwischen 15. Ausgabe Schülern die Möglichkeit anbietet, von 18 Uhr abends bis acht Uhr am nächsten Morgen zu knobeln und zu rechnen, bis der Kopf raucht oder die Augen müde sind. Eine von 283 teilnehmenden Schulen war jetzt wieder das Greselius-Gymnasium.

Die hohe Anzahl von 117 Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen fünf bis neun begab sich lange nach Schulschluss erneut wieder in die Unterrichtsräume. Ein wenig abgespeckt zu einem „Langen Abend der Mathematik“ wurde versucht, zwischen 18 und 24 Uhr unter der Betreuung von zehn Lehrern und acht älteren Schülern möglichst viele der gestellten Aufgaben zu lösen.

Einfaches Verfahren und immer kniffliger werdende Aufgaben, so lautete die Herausforderung des Matheabends. Auf die Jahrgangsstufe abgestimmt waren in drei Runden jeweils zehn Aufgaben zu lösen. Erst wenn alle Ergebnisse einer Runde richtig vorlagen, konnte die nächste Runde in Angriff genommen werden.

„Es geht vor allem um Teamarbeit, nicht nur in Gruppen, sondern als gesamte Jahrgangsstufe“, hob Mathematiklehrer Rafael Tolksdorf den primären Sinn und Zweck des Abends hervor. „Nicht mathematische Höchstleistungen sind gefragt, sondern der spielerische Umgang mit Mathe, und es ist teilweise toll, mit welcher Ausdauer die Aufgaben angegangen werden, selbst wenn sie zunächst unlösbar erscheinen. Die Schüler packt der Ehrgeiz, und insgesamt ist es eine tolle Werbung für Mathematik, weil es hier um den Spaß daran geht“, schilderte Tolksdorf.

Wie unterschiedlich dieser Spaß an der Mathematik aussehen kann, war in den hell erleuchtete Unterrichtsräumen zu erleben. Offene Türen, jederzeit mögliche Kommunikation, von Leistungsdruck freies, selbstbestimmtes Arbeiten, mal still vertieft, mal eifrig im Gespräch miteinander, teamorientiertes Lösen der Aufgaben, so präsentierte sich die Arbeitsstimmung gegen 21 Uhr im Gymnasium.

Für Finn Schäfer aus der 6c stellten sich die Aufgaben als „knifflig aber lösbar“ dar. „Und es macht Spaß, wenn das Ergebnis stimmt“. Ebenfalls Spaß empfand Manuel Drehmann aus der 6d vor allem daran, dass die „Aufgaben knifflig genug sind“. Von Mathemüdigkeit auch bei ihm keine Spur. Luca Wirth vertrat von der 7c die etwas kleinere Fraktion der Mädchen. Mathematik sei nicht gerade ihre Stärke, ließ sie wissen, und sie war auch zum ersten Mal mit dabei. So empfand sie die Aufgaben als „relativ schwer“, doch insgesamt sei der Abend „ganz witzig, weil die Leute witzig sind“.

Ordentlich zu beißen hatten die Teilnehmer aus der Jahrgangsstufe neun. Eigentlich mit den Zehnklässlern in einer Leistungsgruppe zusammengefasst, mussten sie sich aber alleine durchschlagen, weil keiner der Zehnklässler am Abend hatte teilnehmen wollen. „Die Aufgaben sind schwierig und zeitaufwendig“, ließ Aaron Langkamp wissen. Trotz „sehr gut laufender Teamarbeit“ hatte man zur Halbzeit erst zwei Aufgaben aus Runde eins gelöst bekommen. Was aber auch daran lag, dass sich bei der Aufgabenstellung Fehler eingeschlichen hatten, die zwar im Laufe des Abends noch korrigiert wurden, lange Zeit jedoch richtige Ergebnisse nicht anerkannt hatten.

Davon jedoch ließen sich die Neuntklässler um Aaron Langkamp nicht entmutigen. „Die Konzentration ist gegenwärtig noch gut, weil einfach der Ehrgeiz da ist, eine Aufgabe richtig zu lösen. Und der Spaß steht im Vordergrund, denn es gibt ja keinen Druck“, kommentierte Langkamp als Einserkandidat in Mathematik, bevor er sich weiter an die Problemlösungen begab.